Field trip guide

Hydrogeologie - Talsperrengeologie - Umweltgeologie im Hessischen Rhöngebiet. (Exkursion C am 7. April 1994)

Stengel-Rutkowski, Witigo; Holtz, Siegfried

Kurzfassung

Die westliche Rhön fällt zum größten Teil in den hessischen Landkreis Fulda. Sie gehört zum Osthessischen Buntsandsteinplateau, das mit leichtem Gefälle vom Rhön-Kamm nach Nordwesten zur Hessischen Senke in Becken und sie trennende Aufwölbungen verbogen ist. Die großen Becken, das Fuldaer und das Hünfelder Becken, werden durch Röt-Tonsteine und jüngere Glieder der Trias gekennzeichnet, die vor allem mit Löß und Lößlehm bedeckt sind. Die sie begrenzenden Schwellen bringen Mittleren und örtlich sogar beinahe den Unteren Buntsandstein an die Oberfläche. Die Schichtfolge und die Mächtigkeit der einzelnen Schichtglieder des Mittleren Buntsandsteins beschreiben Backhaus & Reul (1971). Mit dem nördlichen Hünfelder Becken erschließt sich eine nach Südosten öffnende Muldenstruktur, die Eiterfelder Mulde mit Mittlerem Keuper im Kern. Die jüngeren Schichtglieder der Trias sind sonst nur in den großen saxonischen Grabenstrukturen erhalten, die die Buntsandsteinfläche Nordwest und etwa Nord-Süd durchschneiden, so - das Nordwest streichende System sich ablösender Gräben von Fulda-Pilgerzell über Großenlüder nach Lauterbach und weiter, das den Vogelsberg im Nordosten begleitet, - das von Hofbieber über Friesenhausen-Weyers-Heubach-Oberzell von Nordnordost nach Südsüdwest verlaufende Grabensystem, - kleinere Grabenstrukturen wie der Kleinsassener Graben, der Rhöngraben (beide NNE-streichend) und der Nordwest verlaufende Büchenberger Graben.

Keywords

BuntsandsteinRhön-KammKeupergermany