Field trip guide

Geomorphologie des südwestlichen Oberrheingrabens im Raum Straßburg. (Exkursion B am 18. April 1995)

Vogt, Henri

Kurzfassung

Die Exkursion erläutert die Beziehungen zwischen Geomorphologie und pleistozäner Tektonik im Raum zwischen Straßburg und Zabern (Saverne) und dem Gebiet des unteren Breuschlaufes, also im Mittelteil des südwestlichen Oberrheingrabens (Abb. I). Die geomorphologische Entwicklung des Oberrheingrabens ist komplex. Die im Eozän begonnene Riftdynamik, unter dem Einfluß der NNE-SSW-Richtung der horizontalen Komponente des Spannungsfeldes, klang gegen Ende des Oligozäns im südlichen Oberrheingraben aus (ILLIES 1978); über der Grabenstruktur bildete sich eine Rumpffläche aus, welche keinen geomorphologischen Ausdruck mehr hatte; es handelt sich wahrscheinlich um die sarmatopontische Fläche, die von mehreren Autoren von Lothringen bis Schwaben und Franken beschrieben wurde (BÜDEL 1957; WEISE 1967; LIEDTKE 1969; GRAUL 1976). Die heutigen Reliefformen entwickelten sich seit dem Pliozän, unter dem Einfluß der jetzt NW-SE gerichteten horizontalen Komponente des Spannungsfelds, die mit dem Aufstieg der Alpen zusammenhängt (ILLIES 1978) und die die frühere Grabenstruktur schräge beansprucht. Die alten Strukturen leben teilweise neu auf und neue gesellen sich dazu.

Keywords

geomorphologyupper rhine riftstraßburgfrancefield trip guide