Field trip guide

Standsicherheitsprobleme im Rheinischen Schiefergebirge und im Rotliegend der Saar-Nahe-Senke. (Exkursion E1 am 11. und E2 am 12. April 1996)

Jahnel, Christian; Schroeder, Uwe

Kurzfassung

Das durch die variskische Gebirgsbildung gefaltete Rheinische Schiefergebirge baut sich im wesentlichen aus unterdevonischen, NE-SW streichenden Tonschiefern, Schluffsteinen, Sandsteinen und Quarziten auf. Nach S wird das Rheinische Schiefergebirge gegen das Rotliegend der Saar-Nahe-Senke durch die Hunsrück-Südrand-Störung begrenzt. Die geologischen Strukturen weisen in der Saar-Nahe-Senke ebenfalls NE-SW Richtungen auf. Neben Tonsteinen, Sandsteinen und Konglomeraten bedecken permische Eruptivgesteine einen großen Teil dieses Gebietes. Mit Beginn des Pleistozäns setzten verstärkt relative Hebungen ein, die zu einer rasch fortschreitenden Vertiefung der Täler durch die erhöhte Reliefenergie führten. Die so entstandenen relativ steilen Talflanken befinden sich erfahrungsgemäß im Grenzgleichgewicht mit Standsicherheiten von nur wenig über 1; bereits geringe Eingriffe in das Hanggleichgewicht können somit Massenbewegungen hervorrufen. Zahlreiche fossile und rezente Rutschungen an Schiefergebirgs- und Rotliegendhängen belegen deren niedrige Stabilität.

Keywords

TonschieferRotliegendSchluffsteinEruptivgesteinHunsrück-SüdrandSaar-Nahe-Senkegermany