Obituary

Nachruf für Horst Falke

Lorenz, Volker

Kurzfassung

Prof. Dr. Horst Falke starb im Alter von 85 Jahren am 14. Oktober 1994. Mit ihm hat der Oberrheinische Geologische Verein ein langjähriges Mitglied verloren. Horst Falke wurde am 7. Mai 1909 in Trebitz/Saalkreis geboren. Seine Studienjahre verbrachte er in Hamburg und Innsbruck. 1932 wurde er promoviert und 1933 legte er das Staatsexamen ab. Kurze Forschungsaufenthalte führten ihn anschließend nach Polen und Südrußland. Von 1934-1937 lehrte und forschte er an der Universität Concepcion in Chile. Nach Deutschland zurückgekehrt, war er nacheinander an den Hochschulen in Göttingen, Aachen und seit 1939 in Gießen tätig. Im zweiten Weltkrieg wurde er in den Wehrgeologenstab nach Berlin-Wannsee und nach Bulgarien berufen. Sein zunehmendes Interesse an Kohlenlagerstätten und ihrem Abbau ließen ihn 1943 sich über das Thema "Der Wealden-Steinkohlenbergbau in Niedersachsen" habilitieren. 1944 wurde er Privatdozent. Nach Kriegsende fing für ihn eine segensreiche Arbeit an der neugegründeten Universität Mainz an. Horst Falke war für die Mainzer Geologie und Paläontologie der Mann der ersten Stunde, der das Geologisch-Paläontologische Institut mit Begeisterung und großem Aufbauwillen aus dem Nichts heraus organisierte.

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