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Paläontologie des Pliozäns und Quartärs im Unterelsaß (Département Bas-Rhin)

Geissert, Fritz

Kurzfassung

Als ich 1957 meine paläontologische Tätigkeit aufnahm, waren aus dem Hagenauer Terrassenkörper insgesamt zehn, durch ihre karpologischen Reste belegte pliozäne Pflanzenfossilien bekannt und zwar 9 Laubgewächse sowie ein Nadelholz. Diese wurden von dem bekannten und verdienstvollen Paläobotaniker Prof. Franz Kirchheimer eingehend beschrieben und um eine weitere, palynologisch nachgewiesene Tsuga-Art bereichert. Kirchheimer (1949) hat diese Flora in das "Arvernensis-Pliozän" gestellt und auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Floren des Frankfurter Raumes sowie denjenigen des Niederrheingebietes hingewiesen. Erst ab 1957 konnten weitere Funde mitgeteilt werden, diesmal hauptsächlich aus dem Liegenden der Rheinkiese der Niederung, die der Terrasse vorgelagert ist. Besonders ergiebig waren zunächst die Kiesgruben von Soufflenheim und Auenheim, später auch diejenige von Sessenheim, wo anhand einer Bohrung die Lagerungsverhältnisse sowie die paläontologischen Abfolgen festgestellt werden konnten. Zahlreiche Trinkwasserbohrungen erbrachten den Nachweis, daß in unterschiedlichen Tiefen fossilführendes Pliozän unter den Rheinkiesen ansteht.

Keywords

Hagenauer TerrassenkörperRheinkiesePliozängermanyArvernensis-Pliozän