Field trip guide

Unterer Buntsandstein und die Randfazies des Zechsteins in der nördlichen Pfälzer Mulde. (Exkursion C1 am 11. und C2 am 12. April 1996)

Dittrich, Doris

Kurzfassung

Die Identifikation und Abgrenzung von Zechstein-Äquivalenten in Rheinland-Pfalz und im Saarland ist seit jeher problembehaftet gewesen. Zur Einstimmung dazu einige Zitate von Spuhler: "Als Gümbel . . . westlich Neustadt eine graue Kalkbank fand, die er dem Zechstein gleichsetzte, war dies ein großes und entscheidendes Ereignis. Jetzt erst konnte man die so ähnlichen Ablagerungen des Oberrotliegenden und des Unteren Buntsandsteins von einander trennen. Die graue, harte Kalkbank von wenigen Zentimetern vertritt bei uns im Süden also den Zechstein, der im Nordosten, in Mitteldeutschland, mit seinen Salzlagern und dem Kupferschiefer eine solche große Rolle spielt." "Als es v. Ammon dann gelang, . . . die Fossilien des Zechsteins in dieser Schicht aufzufinden, war die Frage gelöst. Alles, was über dem Zechstein lag, konnte entsprechend den Verhältnissen im übrigen Deutschland nur Buntsandstein, was darunterlag, nur Oberrotliegendes sein." Demgemäß galten zunächst der südpfälzische Annweiler Sandstein und die schon von v. Gümbel als dessen grobklastisches Äquivalent erkannten Stauf-Schichten der Nordpfalz als linksrheinischer Unterer Sandstein. Die auflagernden Trifels-Schichten wurden dem Mittleren Buntsandstein zugeordnet. Eine Einstufung als Zechstein blieb zunächst hellen karbonatischen Gesteinen mit zweifelsfreier Fossilführung vorbehalten.

Keywords

Unteren BuntsandsteinZechstein-ÄquivalenteNeustadtKalkbankKupferschieferOberrotliegendesTrifels-Schichtengermanyfield trip guide