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Eine Verwerfung diluvialen Alters im Untergrund von Pforzheim

Röhrer, F.

Kurzfassung

Im Januar und februar 1919 ließ die Stadt Pforzheim in der neuen Poststraße zwecks Kanalisierung umfangreichere Erdarbeiten vornehmen, die zur Aufschließung des in fig. 1 dargestellten Profils führten. Der etwa 100 m lange Kanalisationsschacht zeigte in seinem südlichen Teil in seiner ganzen 3,5 m betragenden Tiefe einen braunen, ungeschichteten, steinfreien, in seiner Masse völlig gleichartigen Lehm; zweifellos ein Lößlehm. Der obere Teil des Schachtes dagegen steht in den Schichten des oberen Buntsandsteins, den Zwischenschichten und den Röttonen, die von Schotter und Lehm überlagert sind. Zwischen dem Lößlehm und dem Buntsandstein ist eine 3m breite Zone von Schottern und Buntsandsteinschutt eingeschaltet. Wie im Profil dargestellt ist, besteht diese Zone in der an den Lehm angrenzenden Hälfte lediglich aus Schottern, die in einem graugrünen, tonigen Sand liegen. Die andere an den Buntsandstein angrenzende Hälfte führt neben Schottern Bruchstücke von Sandstein der Zwischenschichten in nicht unbeträchtlicher Menge. Die Schotter, sowie die Sandsteinbruchstücke sind in einen rotgelben Lehm eingebettet, der deutliche Beimengungen von Rötmaterial erkennen läßt. Die Grenze gegen die Schichten des Buntsandsteins setzt, soweit die Verzimmerung des Schachtes dies erkennen ließ, senkrecht in die Tiefe.

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