Original paper

Über den Parallelismus des Untercarbons im Schwarzwald und den Vogesen

von Bubnoff, Serge

Kurzfassung

Die culmischen Gesteine, welche sich als schmales Band durch den ganzen südlichen Schwarzwald zwischen Lenzkirch und Badenweiler erstrecken, haben bisher wenig Anhaltspunkte für eine stratigraphische Einzelgliederung geliefert. Ja, wir vermögen noch heute kaum mit Sicherheit zu behaupten, daß dieser ganze Komplex von Grauwacken, Grauwackenschiefern, Tonschiefern und anderen zum Teil sehr stark veränderten klastischen und eruptiven Gesteinen wirklich carbonisches Alter besitzt und nicht etwa auch devonische Äquivalente enthält. Der Grund hierfür liegt neben dem Mangel an Versteinerungen in dem sehr stark metamorphen Charakter dieser Gesteine, die teils durch die verschiedenen nachfolgenden Eruptionen und Intrusionen, teils durch die intensive variscische und tertiäre Gebirgsbildung ein schwer entwirrbares Gefüge erhalten haben ; ist doch innerhalb der Grauwacken oft auf weite Erstreckung überhaupt nichts von Gliederung zu sehen, während anderorts wieder eine Unterscheidung von Schichtung und Schieferung unmöglich erscheint. Da man infolgedessen über die Lagerung nicht durchweg Klarheit zu gewinnen vermag, muß zur Zeit eine Einzelgliederung unterbleiben und nur die Ausscheidung größerer einheitlicher Komplexe ist möglich. Es ist nun eine längst bekannte Tatsache, daß jenseits der Rheinebene, in den Vogesen, Culmgesteine in der direkten Fortsetzung dieser Schwarzwälder Zone liegen, die, wenigstens zum Teil, als Analoga derselben anzusehen sind. für eine Gliederung waren dort die Verhältnisse günstiger, da· in der Mitte des Gesamtkomplexes eine reiche marine fauna der Vise-Stufe auftritt, welche wenigstens eine Dreiteilung der Schichtenfolge erlaubt.

Keywords

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