Original paper

Über prätriadische Einebnung im Schwarzwalde

Strigel, A.

Kurzfassung

Da es zur Zeit unmöglich war, eine größere Abhandlung, die ich über diesen Gegenstand zum Abschlusse gebracht habe, drucken zu lassen, schicke ich hier einen kurzen Auszug mit den wichtigsten Ergebnissen voraus. Im Schwarzwalde gehen Rotliegendes und Buntsandstein unmittelbar ineinander über und sind im allgemeinen gleichförmig gelagert. Ist nun das oberste Rotliegende dem Zechstein äquivalent oder fehlt dieser überhaupt? Im ersteren falle wäre die gleichförmige Lagerung durch die ungestörte Fortdauer der Absätze erklärt. Wenn Zechstein aber fehlt, so muß entweder während der ganzen Zechsteinzeit eine Pause im Absatze eingetreten sein, oder etwaige Zechsteinsedimente könnten vor Auflagerung des Buntsandsteins durch Abtragung zerstört worden sein. Zur Annahme einer Sedimentationspause bei Wasserbedeckung kann ich mich schwer entschließen, wie auch zur Annahme einer Sedimentationspause auf dem Lande ohne Abtragung früherer Sedimente. Wenn aber die Unterbrechung mit einer Abtragung verbunden war, wie ist dann die gleichförmige Lagerung zu erklären ? Zum mindesten hätte man dann eine unebene Abtragungsfläche als Grenzfläche des Rotliegenden und Buntsandsteins zu erwarten.

Keywords

einebnungpeneplanationpre-triassic