Field trip guide

Geologie und Geotechnik entlang von Hochleistungsstrassen am Beispiel der N2 Sissach – Eptingen und des Umfahrungstunnels Sissach (Exkursion H am 29. April 2000)

Noack, Thomas; Vögtli, Beat

Kurzfassung

Die Exkursion führt entlang der Nationalstrasse N2 von der frontalen Überschiebungszone des Faltenjura an der Ausfahrt des Bölchentunnels durch die Vorfaltenzone in den Tafeljura zum Neubau des Kienbergtunnels der Umfahrungsstrasse Sissach. Aus tektonischer Sicht liegt das Hauptaugenmerk auf den kleinräumigen Deformationen in der Muschelkalkschuppenzone an der frontalen Überschiebung und dem Übergang über die Vorfaltenzone in die Bruchschollenlandschaft des Tafeljuras. Aus geotechnischer Sicht sind einige grössere und kleinere Rutschungen entlang der N2 von Interesse. An Beispielen im Raum Eptingen wollen wir den Zusammenhang zur geologischen Situation zeigen, sowie die getroffenen Überwachungs- und Sicherungsmassnahmen vorstellen. Der Kienbergtunnel der Umfahrung Sissach liegt im Tafeljura und wird zum Zeitpunkt der Exkursion gerade im Bau sein. Aus geotechnischer Sicht sind einige Knacknüsse zu bewältigen: Am Voreinschnitt des Ostportals muss ein rutschgefährdeter und besiedelter Hang bewältigt werden. Ausserdem treten hier einige Altlasten zu Tage. Der bergmännisch zu erstellende Teil des Tunnels durchfährt über weite Strecken den Gipskeuper. Quellfähige Gesteine bedingen in diesen Abschnitten aufwendige bauliche Massnahmen.

Keywords

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