Field trip guide

Geologie des Kristallinen Odenwaldes – seine magmatische und metamorphe Entwicklung (Exkursion D1 am 19. und D2 am 20. April 2001)

Stein, Eckardt; Altenberger, Uwe; Kreher-Hartmann, Birgit

Kurzfassung

Der Nordrand des Saxothuringikums – die sog. Mitteldeutsche Kristallinschwelle – besteht aus einer vielfältigen Gesteinsvergesellschaftung, die viel magmatische Gesteine enthält. Sie werden geochemisch vorwiegend als I-Typ Granitoide mit deutlicher Subduktions-Signatur eingestuft. Liew & Hofmann interpretieren die Mitteldeutsche Kristallinschwelle als magmatischen Bogen, der genetisch mit einer südgerichteten Subduktion verknüpft ist. Unklar bleibt die plattentektonische Stellung der Mitteldeutschen Kristallinschwelle, geotektonisch gehört sie zum Nordrand von Armorica. Allerdings beschreiben Franke & Oncken einige sedimentgeologische und faunistische Aspekte, nach der zumindestens Teile der Mitteldeutschen Kristallinschwelle prädevonisch starke Affinitäten zu Avalonia zeigen. Das würde auf eine frühe Schließung des Rheischen Ozeans im Silur oder frühen Unterdevon hindeuten, mit einer erneuten Öffnungsphase eines Rhenohercynischen Ozeans ab dem späten Unterdevon und mit seiner finalen Schließung im Unterkarbon. Ein solches Szenario wurde bereits von Altenberger und Altenberger & Besch für den Böllsteiner Odenwald abgeleitet.

Keywords

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