Field trip guide

Der Darmstädter Granodiorit im Stollen unter der Dieburger Straße, Mathildenhöhe, Darmstadt (Exkursion B1 am 17. und B2 am 21. April 2001)

Kempe, Stephan; Strassenburg, Jan; Belzer, Sigrid; Henschel, Horst-Volker; Fahlbusch, Klaus

Kurzfassung

Der Ort der Stadtgründung Darmstadts wurde durch die geologische Situation am N Ende des Kristallinen Odenwaldes bestimmt: Die Altstadt (Ende des 11. Jh. erstmals urkundlich erwähnt) entwickelte sich auf einem hochwassersicheren, 400 mal 250 m großen Plateau des „Darmstädter Granits“. Das Plateau wurde von zwei Senken umschlossen, beide vermutlich Arme des Darmbaches, die hier den Granitriegel Richtung Rhein durchbrechen. Von dieser mittelalterlichen Altstadt ist heute fast nichts mehr zu sehen, sie wurde bei dem schweren Bombenangriff auf Darmstadt am 12.9.1944 fast vollständig zerstört, so dass sich die ursprüngliche Situation des Ortskernes kaum noch im Stadtbild erkennen lässt. Der Darmbach mündete (heute verrohrt und S des Elisabethen-Stiftes, Rudolf-Müller-Anlage laufend) in den Festungsgraben des Stadtschlosses in Darmstadt. Das Stadtschloss steht z.T. auf einer dünnen, spanartigen Scholle aus Rotliegend-Arkosen. Vom Schloss muss der Darmbach NW bis zur Vereinigung mit den Abflüssen aus der Molkenbrunnensenke (E der Rosenhöhe) geflossen sein, um dann in Richtung W in den Landgraben und von dort in den Rhein zu fließen.

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