Field trip guide

Zum Oberpleistozän in der hessischen Oberrheinebene – Geologie und Paläontologie (Exkursion A am 17. April 2001)

Rosendahl, Wilfried

Kurzfassung

Die Senkungszone des Oberrheingrabens wurde in der älteren Hälfte des Eozäns angelegt. Nach einer Pause im Miozän hält die Einsenkungstendenz bis heute an. Über mehrere 100 m mächtigen tertiären Ablagerungen wurden während des Quartärs stellenweise bis zu 1000 m Lockersedimente abgelagert. Diese quartären Schichten bestehen aus einer zyklischen Abfolge fein- und grobklastischer Sedimente, d.h. aus fluviatilen und limnischen Kiesen, Sanden und Tonen. In Abhängigkeit von den tektonischen Absenkungen zeigen die quartären Schichten zum Teil erhebliche Mächtigkeitsunterschiede. Zusammen mit dem Gebiet zwischen Mühlhausen und Rastatt (S Senkungsgebiet) stellt der Grabenbereich zwischen Karlsruhe und Frankfurt (N Senkungsgebiet) die Hauptakkumulationszone dar. Im N Senkungsgebiet liegt die Zone der stärksten Absenkung im Gebiet um Heidelberg-Mannheim. Die Trogachse dieser Zone verlagert sich S von Darmstadt unter langsamer Heraushebung von der E Randverwerfung in den W Grabenbereich. Die 100 m-Isohypse liegt etwa bei der Linie Darmstadt-Rüsselsheim. S davon, z.B. bei Trebur, liegt die erbohrte Quartärmächtigkeit bei 150 m, N davon (der Graben gliedert sich hier in zwei Großschollen) sinken die Mächtigkeiten auf wenige 10er Meter. Eine stratigraphische Gliederung der quartären Sedimente erfolgt hauptsächlich an Hand von lithofaziellen und biostratigraphischen Befunden.

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