Field trip guide

Grube Messel bei Darmstadt (Südhessen) (Exkursion G1 am 19. und G2 am 20. April 2001)

Harms, Franz-Jürgen; Aderhold, Gabriele; Hoffmann, Ingrid; Molek, Herward; Nix, Thomas; Rosenberg, Fred

Kurzfassung

Messel liegt inmitten eines geschlossenen Waldgebietes zwischen den Städten Darmstadt, Dieburg und Langen, etwa 20 km SSE von Frankfurt am Main. Vom NW Odenwald ausgehend erstreckt sich hier ein flacher, N-S-gerichteter Höhenrücken („Messeler Hügelland“). Er fällt nach N hin ab und geht im Raum Neu-Isenburg allmählich in die Rhein-Main-Ebene über. Bei Messel erreicht er Höhen von etwa 170–185 m über NN. NE des Ortes steigt die Messeler Höhe bis auf 195,3 m über NN. S von Messel wird der Höhenzug von einem E-W-verlaufenden Tal geschnitten, in dem über den sogenannten Bahngraben das Wasser aus dem Zeilharder Wald und der Grube Messel der Sülz zufließt. Durch die Sülz wird das Gebiet nach W zum Rhein hin entwässert. Dieser Talung folgt die Bahnlinie Darmstadt – Dieburg – Aschaffenburg. Hier liegt auch bei etwa 160 m über NN die Bahnstation Messel und unmittelbar S der Bahnlinie die Grube Messel. In dem Tagebau wurde bis 1971 bituminöser Tonstein, sogenannter Ölschiefer, abgebaut und bis 1961 in einem der Grube angeschlossenen Schwelwerk daraus Rohöl extrahiert. Die mittlere Niederschlagssumme betrug für die Jahre 1989–1997 im Raum Messel etwa 660 mm/a.

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