Field trip guide

Hydrogeologie, Wasserwirtschaft und Ökologie im Hessischen Ried (Exkursion H am 20. April 2001)

Ebhardt, Götz; Harres, Hans-Peter; Iven, Hans; Pöschl, Werner; Toussaint, Benedikt; Vogel, Harald

Kurzfassung

Mit dem geographischen Begriff „Hessisches Ried“ bezeichnet man den N-Teil der Oberrhein-Ebene E des Rheins zwischen Main und Neckar bzw. der Landesgrenze Hessen/Baden-Württemberg. Der Name „Ried“ traf auch ursprünglich nur bedingt zu, da nur z.T. Feuchtgebiet mit flurnahem Grundwasser und/oder im Überschwemmungsbereich des Rheins bzw. einiger Seitenbäche war. Aber auch diese Teile wurden durch menschliche Eingriffe zunehmend zurückgedrängt, die übriggebliebenen sind ökologisch um so wertvoller, sei es wegen ihrer autochthonen Flora und Fauna, sei es als Stützgebiete für die Vogelwelt. Begründet im geologischen Aufbau lassen sich drei morphologisch-ökologische Haupteinheiten unterscheiden: 1. Die Rheinniederung, d.h. die holozänen und rezenten Auen mit mehreren Mäandergenerationen. 2. Die Altneckaraue entlang einem frühholozänen Altneckarlauf von Heidelberg parallel der Bergstraße nach N und ab Zwingenberg nach NW. SE Mainz verschmilzt sie mit der Rheinniederung. 3. Pleistozäne Terrassenreste, weithin von Flugsanden oder Schwemmsedimenten überlagert. Sie bauen einen Streifen zwischen Rhein- und Altneckarniederung von Mannheim bis W Zwingenberg und getrennt davon ein Dreieck zwischen Darmstadt, Rüsselsheim und dem Main auf. Sie heben sich morphologisch heraus, haben von Natur aus meist einen großen Grundwasserflurabstand und sind weitgehend Trockenstandorte.

Keywords

HydrogeologieHessisches Riedfield trip guidegermany