Field trip guide

Hydrogeologie einer anthropogen überprägten Flußlandschaft – das Unstruttal zwischen Quelle und Sömmerda (Thüringer Becken) (Exkursion K am 5. April 2002)

Sommer, Thomas; Hesse, Gerold

Kurzfassung

Die Unstrut ist das zentrale Fließgewässer des Thüringer Beckens. Nach der naturräumlichen Gliederung durchfließt die Unstrut, nachdem sie die östlichen Ausläufer des Düns verlassen hat, das Thüringer Becken, bevor sie zwischen Oldisleben und Heldrungen den Höhenzug von Hoher Schrecke – Schmücke – Finne, die NE Umrandung des Thüringer Beckens, durchbricht. Bei Artern, dem nördlichsten Punkt des Unstrutlaufes, biegt der Fluß in Richtung SE ab und verläuft weiter in der Helme-Unstrut-Niederung. Bei Memleben (Sachsen-Anhalt) durchbricht die Unstrut mit einer Talverengung das Nordostthüringische Plateauland, um danach in das Unstrut-Saale-Plateauland einzutreten, wo sie bei Naumburg in die Saale mündet. Bereits ab Mühlhausen weitet sich das Unstruttal auf Grund der geologisch vorgegebenen Muldenstruktur des Thüringer Beckens, so daß die Unstrut den Charakter eines Flachlandflusses bekommt, der ursprünglich ein reich mäandriertes Gewässer darstellte. Seit Jahrhunderten erfuhr die Unstrut und ihre Aue durch wasserbauliche und meliorative Maßnahmen eine starke anthropogene Überprägung. Deren Auswirkungen auf die Grundwasserdynamik und -beschaffenheit darzustellen, ist Ziel der Exkursion.

Keywords

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