Field trip guide

Einführung in den Jura nordöstlich von Erlangen: Auf das „Walberla“ (Exkursion A am 22.April 2003)

Schmidt-Kaler, Hermann

Kurzfassung

Einer der drei „heiligen“ Berge der Franken ist das „Walberla“, ein von der Frankenalb abgetrennter Zeugenberg wie der Staffelberg im N und der Hesselberg im S. In den amtlichen Karten wird der ganze Berg als Ehrenbürg bezeichnet und nur der nördliche Gipfel als Walberla-Berg; die Einheimischen reden aber nur vom Walberla. Für Forchheimer, Erlanger und Nürnberger das ganze Jahr über ein beliebtes Ausflugsziel, zieht er am Walburgisfest, dem 1. Sonntag im Mai, Heerscharen von durstigen Pilgern an, wie es schon Viktor v. Scheffel in einem Gedicht besungen hat: „Ob Vorchheim bei Kirchehrenbach woll’n wir zu Berge steigen, dort schwingt sich am Walpurgistag der Franken Maimarktreigen.“ Auch die Maler hat die charakteristische Kontur des Walberla begeistert. Die bekannteste Darstellung ist wohl die auf der Radierung „Die große Kanone“ von Albrecht Dürer von 1518. Mit geologischen Augen hat Conrad Scherzer 1920 das Walberla gezeichnet.

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