Field trip guide

Das Nördlinger Ries und sein Vorland aus sedimentologisch- paläontologischer Sicht (Exkursion G am 25. April 2003)

Höfling, Richard

Kurzfassung

„Zu den merkwürdigsten typischen Eigenthümlichkeiten in dem langen Zug des fränkisch -schweizerischen Juragebirges gehört unstreitig der tiefe, jetzt eingeebnete Kessel des sogenannten Rieses. Schon der flüchtige Blick muß uns auf das Außergewöhnliche aufmerksam machen, welches in dem plötzlichen Auftauchen einer weiten, großen, fast kreisrunden Ebene, mitten in der sonst vielkuppigen und nur von einigen Thalungen durchschnittenen Alb uns vor Augen tritt. ... Es ist daher sehr erklärlich, daß bei den so sehr ins Auge springenden Eigenthümlichkeiten,welche das Ries aufweist,dieses die Aufmerksamkeit derTopographen und Geognosten schon frühe auf sich gezogen hat....Die Frage, welche hier zunächst zu beantworten versucht werden soll, bezieht sich auf den Ursprung der Riestuffe und was damit zunächst im Zusammenhang steht. ... Die Riestuffe sind vulkanische Tuffe und Produkte der Eruption eines früheren Vulkans in der Riesgegend. ... Jetzt ist er mit Ausnahme seiner Auswurfprodukte spurlos verschwunden und dieses Verschwinden kann nur als Folge einer späteren Rücksenkung in die Tiefe gedacht werden.“ Mit diesen Worten charakterisierte bereits 1870 der Altmeister der bayerischen Geologie, C.W. von Gümbel, das flache, nahezu kreisrunde Becken des Nördlinger Rieses zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb, das er als vulkanischen Ursprungs ansah.

Keywords

Nördlinger Riesvorlandsedimentologypaleontology