Field trip guide

Der Buntsandstein in Main-Tauberfranken (Exkursion B am 31. März 2005)

Bock, Helmut; Freudenberger, Walter; Lepper, Jochen; Schmitt, Peter; Weber, Jutta

Kurzfassung

In der Trias weitete sich der Sedimentationsraum des Germanischen Beckens aus. Der Ablagerungsraum war ein zeitweise marines (Muschelkalk), überwiegend aber festländisch (Buntsandstein, Keuper) geprägtes Binnenbecken mit stark schwankender Sedimentanlieferung von den umliegenden Festländern. Die für den Buntsandstein charakteristischen Rotsedimente wurden bei semiaridem bis aridem Klima abgelagert. Sie bestehen hauptsächlich aus Sandsteinen. Mit Ausnahme der im oberen Teil feinkörnig entwickelten Röt-Folge des Oberen Buntsandsteins sind Ton- und Schluffsteine auf geringmächtige Zwischenlagen beschränkt. Die Zufuhr von Wasser und Sediment erfolgte durch weitgefächerte Flusssysteme (braided rivers) mit gelegentlichen Schichtfluten nach starken Regenfällen. Der Aufschüttungsraum war relativ eben und reliefarm. Wie Schüttungsmessungen und die Anordnung der Mächtigkeitslinien zeigen, erfolgte der Sedimenttransport überwiegend nach N zum zentralen Mitteleuropäischen Becken (Norddeutsches Becken) hin. Die kontinentale Sedimentation wurde in Mainfranken im höchsten Oberen Buntsandstein (Myophorienschichten) durch von N kommende marine Vorstöße beendet.

Keywords

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