Original paper

The Albstadt/Swabian Jura seismic source zone reviewed through the study of the earthquake of March 22,2003

Stange, S.; Brüstle, W.

Abstract

On March 22, 2003 the town of Albstadt (western Swabian Jura, Baden-Württemberg, SW-Germany) was struck by the strongest earthquake for 25 years, which had a moment magnitude of MW = 4.0. The good station coverage in Baden-Württemberg made this event the best recorded since the seismic activity on the so called Zollernalb began quite suddenly in 1911. A very precise localization of the hypocentre and a fault plane solution were computed, and the actual rupture plane was determined by aftershock analysis. A comparison with the reconsidered results for the previous strong earthquakes (1911, 1913, 1943 and 1978) and events in the revised catalogue for the Swabian Jura, was performed. The seismotectonic model of the Albstadt shear zone is discussed. It can be confirmed that the Hohenzollerngraben is not the seismogenic origin of the nearby earthquakes. At most, there is an indirect connection through a common driving mechanism in the crystalline basement, which can induce strike-slip earthquakes in the upper crust as well as en-echelon features like the Hohenzollerngraben near the surface.

Kurzfassung

Am 22. März 2003 ereignete sich bei Albstadt (Zollernalbkreis) mit einer Momentmagnitude von MW = 4,0 das stärkste Erdbeben seit 25 Jahren in dieser Region. Dank der guten Stationsüberdeckung in Baden-Württemberg handelte es sich um das am besten registrierte Ereignis seit Beginn der Aktivität auf der westlichen Schwäbischen Alb im Jahre 1911. Eine sehr präzise Lokalisierung des Hypozentrums konnte vorgenommen werden. Mit Hilfe von Herdflächenlösung und Nachbebenanalyse wurden Lage und Größe der Bruchfläche bestimmt. Zusätzlich wurde eine makroseismische Erhebung durchgeführt und ausgewertet. Anhand einer Zusammenschau mit den überarbeiteten Ergebnissen für die früheren Starkbeben (1911, 1913, 1943 und 1978) und dem Gesamtkatalog für die Schwäbische Alb wird die tektonische Modellvorstellung der Albstadt-Scherzone diskutiert. Es bestätigt sich, dass der Hohenzollerngraben nicht die Ursache für die Erdbeben der Zollernalb sein kann, sondern lediglich ein indirekter Zusammenhang bestehen könnte. Eine N–S streichende Scherzone im kristallinen Grundgebirge wäre in der Lage, die Strike-Slip Erdbeben in einigen Kilometern Tiefe sowie oberlächennahe en-echelon Störungen wie den Hohenzollerngraben hervorzubringen.

Keywords

earthquakesalbstadt zoneseismicitysourcesouthern germany