Field trip guide

Georisiken, Geothermie und Hydrogeologie: Fallbeispiele aus Mittelwürttemberg (Exkursion M am 2. April 2005)

Prestel, Rupert; Stober, I.; Wagenplast, P.

Kurzfassung

Auf der Exkursion werden drei sehr unterschiedliche Themenbereiche aus den Aufgabenschwerpunkten des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg an ausgewählten Fallbeispielen behandelt. Eine der Aufgaben der staatlichen Geologischen Dienste ist der Schutz der Bevölkerung vor Georisiken. Zu den häufigsten geologisch bedingten Gefahren gehören Rutschungen, Steinschläge und Erdfälle. Am Beispiel der landschaftlich reizvollen „Felsengärten“ bei Hessigheim werden diese Risiken aufgezeigt und auch Möglichkeiten diskutiert, solche Gefahren zu minimieren. Das Geothermie-Projekt Bad Urach liegt im Zentrum der bedeutendsten Temperaturanomalie von Baden-Württemberg und ist in Deutschland das erste Hot-Dry-Rock (HDR)-Verfahren im kristallinen Grundgebirge zur Stromproduktion und zur örtlichen Wärmeversorgung. Das kristalline Grundgebirge wurde unterhalb einer 1600 m mächtigen sedimentären Bedeckung erbohrt. Die hydraulischen und hydrochemischen Eigenschaften dieser Sedimentabfolge und des Kristallinen Grundgebirges werden dargestellt. Als weiterer Programmpunkt wird das für die Landeshauptstadt Stuttgart sehr bedeutsame Großbauvorhaben „Stuttgart 21“ in Verbindung mit dem Heilquellenschutz erörtert.

Keywords

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