Field trip guide

Gips- und Steinsalzbergbau im Mittleren Muschelkalk des nördlichen Baden-Württemberg (Exkursion D am 31. März 2005)

Bohnenberger, Gerd; Jonischkeit, Andreas; Rogowski, Eckard

Kurzfassung

Die Gewinnung von Gips und Steinsalz hat im nördlichen Baden-Württemberg eine lange Tradition. Gips wurde und wird noch heute sowohl im Tagebau als auch im Tiefbau abgebaut. Die ältesten Funde, die die Gewinnung von Steinsalz im nördlichen Baden-Württemberg und zwar in Schwäbisch Hall belegen, gehen auf die Latènezeit (ca. 500 vor Chr.) zurück. Im Mittelalter spielt das Salzsiedewesen in der Region Schwäbisch Hall wiederum eine wichtige Rolle (Simon 2003). Das erste Steinsalzbergwerk Deutschlands entstand 1824 ebenfalls in Schwäbisch Hall, nachdem wenige Jahre zuvor in Jagstfeld erstmals in Mitteleuropa ein Steinsalzlager erbohrt worden war. Im Rahmen der Exkursion wird ein historischer Gipsbergbau im Kochertal in der Stadt Forchtenberg besichtigt, für den zusammen mit dem übertägigen Produktionsgebäude eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung seitens der Unteren Denkmalschutzbehörde vorliegt. Der zweite Exkursionspunkt führt nach Heilbronn in das dortige Steinsalzbergwerk, in dem anhand von Untertageaufschlüssen interessante Aspekte zur Genese der Steinsalzlagerstätte vermittelt werden und Einblicke in den modernen Steinsalzbergbau und in den Betrieb einer Untertagedeponie gewonnen werden können.

Keywords

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