Obituary

Nachruf für Heinrich Alfons Haus

Brand, Erich; Koch, Edwin

Kurzfassung

Heinrich Haus wurde am 20. September 1907 in Würzburg geboren. Dort besuchte er die Volksschule und das humanistische Gymnasium. Die Klassiker der deutschen Literatur und die Dichter der griechischen und römischen Antike haben ihn sein Leben lang begleitet und begeistert. Früh aber fiel sein Interesse auch auf die Naturwissenschaften. 1927 begann er das Studium an der Universität seiner Heimatstadt und studierte vier Semester lang allgemeine Naturwissenschaften, insbesondere Chemie. Dann wechselte er über zur Bergakademie Freiberg i. S., wo er nunmehr Fächer der praktischen Geologie und des Bergbaus belegte; auch absolvierte er von dort aus Praktika im Erzbergbau und in galizischen Ölfeldern. 1930 bezog er die Universität Basel, um sich ganz dem Studium der Geologie zu widmen. Schon damals galt sein Augenmerk den Molassebildungen am Alpenrand, was sich in frühen Publikationen niederschlug: „Über alte Erosionsbildungen am Südrand der miocaenen Nagelfluh des oberen Emmentals und deren Bedeutung für die Tektonik des Alpenrandes“ (Eclog. geol. Helv., 28; 1935) und „Beziehungen zwischen Molasse und Alpenrand im Abschnitt Entlebuch- Thunersee“ (Eclog. geol. Helv., 29; 1936). In 1937 schloss Heinrich Haus das Studium mit einer Promotion bei Professor A. Buxtorf ab. Der Titel der Dissertation lautete: „Geologie der Gegend von Schangnau im oberen Emmental (Kanton Bern)“ (Beitr. Geolog. Karte Schweiz, N.F. 75, 1937).

Keywords

obituarymolasse sedimentology