Field trip guide

Paläozoischer Vulkanismus im Lahn–Dill-Gebiet – südöstliches Rheinisches Schiefergebirge (Exkursion E am 12. April 2007)

Nesbor, Heinz-Dieter

Kurzfassung

Das Rheinische Schiefergebirge gehört zur Rhenoherzynischen Zone des Variskischen Gebirges. Im Devon und Unterkarbon war dieses Gebiet Teil des südlichen Schelfs des Old-Red-Kontinents. Dieser hatte sich bis zum frühen Devon, unter Entstehung des Kaledonischen Gebirges, aus Laurentia (Nordamerika) und Baltica (Nordosteuropa) sowie der Akkretion des Terrans „Avalonia“ entwickelt . Das von einem Flachmeer bedeckte rhenoherzynische Schelfgebiet lag nur wenig südlich des Äquators unter tropischen Klimaverhältnissen . Bedingt durch Konvektionsprozesse im Erdmantel unterlag es einer Dehnung, die eine zunehmende Ausdünnung der kontinentalen Kruste zur Folge hatte. Dies führte an der Wende Unter-/Mitteldevon zur Entwicklung mehrerer mariner Becken, wie dem Lahn- und dem Dill-Becken. Mit diesen Vorgängen war ein intensiver Vulkanismus verbunden, der mit längeren Unterbrechungen während eines Zeitraums von über 45 Mio. Jahren tätig war. Die vulkanischen Aktivitäten lassen sich in einen Mittel–Oberdevon- und einen Unterkarbon-Zyklus untergliedern, wobei beide Zyklen jeweils aus mehreren Phasen bestehen. Die Förderprodukte der beiden vulkanischen Zyklen unterscheiden sich grundsätzlich. So handelte es sich bei dem Mittel–Oberdevon-Zyklus um einen

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