Field trip guide

Postvulkanische Rotliegend-Schwemmfächersysteme am Hunsrück-Südrand, Saar-Nahe-Becken, SW-Deutschland (Exkursion K am 13. April 2007)

Stollhofen, Harald

Kurzfassung

Das intermontane Saar-Nahe-Becken (SNB) stellt eines der größten von ca. 70 spätorogenen Becken dar, die sich während des Permokarbon im Bereich des variscischen Orogens entwickelten. An der Erdoberfläche erstrecken sich die Gesteine der Beckenfüllung, SW-NE streichend, mit durchschnittlich 40 km Breite über etwa 120 km Distanz, vom Saargebiet bis zum Rhein. Im Nordwesten wird das SNB durch die Hunsrück-Südrand-Störungszone von niedrig-metamorphen, devonischen Gesteinen des Hunsrück abgegrenzt. Im Süden und Westen lagern der permokarbonen Beckenfüllung triassische Gesteine und im Osten das Tertiär des Mainzer Beckens diskordant auf. Nach seinem strukturellen Baustil stellt das SNB einen im NW durch die Hunsrück-Südrand-Störungszone begrenzten Halbgraben dar, der durch synsedimentär tätige Quer- und Längsstörungen zumindest zeitweise eine beckeninterne Segmentierung erfuhr. Weitere bedeutende, ebenfalls synsedimentär ausgebildete Strukturen sind die parallel zur Beckenlängsachse verlaufenden, beckeninternen Sättel und Mulden.

Keywords

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