Field trip guide

Geologie und Bergbau im südlichen Ruhrgebiet: das Muttental bei Witten (Exkursion I am 28. März 2008)

Drozdzewski, Günter; Koetter, Gerhard

Kurzfassung

Zwischen dem Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges und dem Südrand des Münsterländer Kreidebeckens liegt eine 10–15 km breite Zone, in der flözleeres und produktives Oberkarbon ausstreicht (Abb. 1) und aufgrund zahlreicher Aufschlüsse – vor allem im Ruhrtal – unmittelbar beobachtet werden kann und in zahlreichen geologischen Führern und Publikationen beschrieben wurde (Kukuk 1938, Teichmüller 1955, Hahne 1958, Conze et al. 1988, Richter 1996, Meyer 1982, Drozdzewski 1982, Drozdzewski et. al. 1996, Mügge et al. 2005). Über die Geologie dieses südlichen Teils des Ruhrgebiets geben des weiteren Kartierungen im Maßstab 1:10000 umfassend Auskunft (Flözkarte des Rheinisch-Westfälischen Steinkohlengebietes 1:10000, Geologische Karte des Rheinisch-Westfälischen Steinkohlengebietes 1:10000). Ergänzt werden diese Lagerstättenkartierungen durch die seit 1980 durchgeführte geologische Landesaufnahme (Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:25000, Blätter 4506 Gegenstand der Exkursion ist das Muttental, ein Seitental der Ruhr im Ortsteil Witten-Bommern. Das Muttental als Bergbaulandschaft ist Nationaler Geotop und gehört zum GeoPark Ruhrgebiet. Einführend wird ein Überblick über die geologische Entwicklung des Ruhrkarbons gegeben. Darüberhinaus werden Faktoren der Karbon-Sedimentation und Kohlebildung, wie Subsidenz, Sedimenteintrag und eustatische Meeresspiegelschwankungen sowie die im Exkursionsgebiet vorkommende Witten-Formation erläutert.

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