Field trip guide

Rhenodanubische Flyschzone und Südhelvetikum in Salzburg und Oberösterreich (Exkursion I am 17. April 2009)

Egger, Hans

Kurzfassung

Die rund 500 km lange und meist nur wenige Kilometer breite Rhenodanubische Flyschzone (Oberhauser 1968) ist eine wurzellose Decke, die den Nordrand der Ostalpen entlangstreicht. Der Ablagerungsraum der rhenodanubischen Gesteine war das penninische Becken, das im Norden von der Europäischen Platte, im Süden von der Adriatischen Platte begrenzt wurde. Die Dehnungstektonik, die die Bildung des penninischen Ozeanbeckens einleitete, begann im Perm und setzte sich während der Trias und des Jura weiter fort. Die Eliminierung des Beckens und die Kollision der beiden Platten erfolgte frühestens im Eozän, da in mehreren, dem Penninikum zugerechneten Einheiten eozäne Ablagerungen nachgewiesen werden konnten.

Keywords

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