Field trip guide

Der Salzbergbau Dürrnberg und sein Schaubergwerk – eine Einführung zur Archäologie des Salzes (Exkursion C am 14. April 2009)

Stöllner, Thomas; Vetters, Wolfgang

Kurzfassung

Die frühen Salzgewinnungsorte „Hallein-Dürrnberg“ und „Hallstatt“ gehören zu den klassischen Lokalitäten des ostalpinen Salinars, das sich vom Wiener Becken im Osten bis nach Tirol erstreckt. Im Gegensatz zu den Zechsteinlagerstätten Mittel- und Norddeutschlands handelt es sich bei den ostalpinen Salzlagerstätten nicht um große zusammenhängende Lagerstätten, sondern um mehr oder weniger isolierte Schollenkomplexe, die an wenigen Stellen so nahe an die Tagoberfläche kommen, dass sie für die bronze- und eisenzeitliche Salzgewinnung zugänglich wurden. Das geologische Kartenbild der Österreichischen Geologischen Karte 1:50000 „Umgebung der Stadt Salzburg“ (Prey 1969) zeigt zwischen Untersberg im N und Hoher Göll im S, bzw. zwischen der Stadt Salzburg – Hallein und Berchtesgaden eine ovale geologische Struktur, die auch in der Morphologie abgebildet wird. Diese ovale Struktur umfasst den Dürrnberg, den Salzbergbau Berchtesgaden, den Zinken und das Rossfeld und ist im Kartenbild durch die flächigen Rossfeldschichten und einer Unzahl von kleinen und kleinsten Schollen von Gesteinen aus der Perm-, Trias-, Jura- und Kreidezeit charakterisiert