Field trip guide

Schaubergwerk „Historische Kupferzeche am Larzenbach“ in Hüttau (Exkursion L am 18. April 2009)

Feitzinger, Gerhard; Vetters, Wolfgang

Kurzfassung

Der Ort Hüttau im Fritztal zeigt bereits im Namen seine Vergangenheit als Bergbauzentrum. Die sehenswerte gotische Pfarrkirche und der gegenüber liegende mächtige Bau des Gewerkenhauses (jetzt Gemeindeamt und Touristeninformation ) aus dem Jahr 1598 sind Zeugen einer reichen Vergangenheit, die mit dem Bergwerk verknüpft ist. Nach den Abbauspuren zu schließen, dürfte der Bergbau im ausklingenden 13. Jh. begonnen haben, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1549 und weist auf die Kupfergewinnung hin. Im Laufe des 18. Jh. ruhte der Betrieb, der erst 1853 von der „Kupfergewerkschaft Larzenbach“ wieder aufgenommen, doch bereits 1869 endgültig heimgesagt wurde. Ursächlich hängt die Schließung mit der Wiederentdeckung 1826 des großen Kupferreviers Mühlbach am Hochkönig zusammen, das als reiches Revier modern erschlossen werden konnte. Hüttau teilt dieses Schicksal mit vielen anderen kleinen mittelalterlichen Bergbauen, die teils ausgeerzt waren, teils sehr schwierige Arbeitsbedingungen aufwiesen. In der frühen Periode wurden die Erze vor Ort verhüttet – daher der Ortsname – in der späteren wurden die Erze in der großen Hütte von Lend verarbeitet.