Field trip guide

Der Friedländer Ton in Mecklenburg-Vorpommern. Von der traditionellen Nutzung zu neuen Perspektiven (Exkursion B am 10. April 2012)

Granitzki, K.

Kurzfassung

Etwa 25 km nordöstlich von Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) befinden sich bei der Kleinstadt Friedland regional bedeutende Tonlagerstätten des Eozäns, die seit über 200 Jahren abgebaut und verarbeitet werden. Bereits Boll (1846), Geinitz (1912) und andere haben den später als „Friedländer Blauton“ bezeichneten Rohstoff geologisch beschrieben. Von 1950 bis zur Wende sind umfangreiche, geologische Lagerstättenerkundungsarbeiten sowie mineralogische und technologische Rohstoffuntersuchungen durchgeführt worden. Diese Arbeiten bildeten die Grundlage für weiterführende Forschungsarbeiten und neue Produktentwicklungen nach der Wende, über die inzwischen umfangreich und aktuell publiziert worden ist (Dallwig et al. 2006; Granitzki & Schmidt 2008; Kroos 2006; Pusch 1998, 2008). Die Verarbeitung und der Einsatz des Friedländer Tones wandelten sich in den letzten Jahrzehnten vom Baurohstoff zum Grundstoff für Biotechnologie-Produkte. Diese Innovationsimpulse werden auch künftig weitergeführt. Die Tonlagerstätten werden gegenwärtig an den beiden Standorten Salow-Siedlungsscholle und Burgfeld abgebaut und durch die zwei Unternehmen FIM Friedland Industrial Minerals GmbH und MRG Mineralische Rohstoffmanagement GmbH verarbeitet und vermarktet. Die Exkursion vermittelt einen Einblick in die interessanten lagerstättengeologischen Verhältnisse. Außerdem werden die langjährige Entwicklung der Tonverarbeitung am Standort Friedland sowie die aktuelle Produktpalette und Applikationsentwicklung vorgestellt.

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