Field trip guide

Postglaziale Transgressionsgeschichte und Küstenentwicklung der südlichen Ostsee am Beispiel der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (Exkursion H am 13. April 2012)

Lampe, Reinhard

Kurzfassung

Die Oberflächensedimente der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst sind ausschließlich jungquartären Alters. Ihre Mächtigkeit beträgt zwischen 50 bis 100 m. In dieser Tiefe bilden Sedimentgesteine des Tertiärs, der Kreide und des Juras die Basis des Pleistozäns (GÜK 500 Präquartär und Quartärbasis). Auf dieser Diskordanzfläche, die einer an der Wende vom Neogen zum Pleistozän sich entwickelnden Peneplain entspricht, zeichnet der Anschnitt der präquartären Ablagerungen die bis zum Ende des Tertiärs nach SW zunehmende Absenkung in Richtung der Achse der Norddeutschen Senke nach (Katzung et al. 2004). Lediglich das regionale Hochgebiet des Grimmener Walls unterbricht diese Tendenz. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Struktur, die während der Oberkreide nicht in die Absenkung einbezogen war, die sich südlich und besonders nördlich des Walls auswirkte und zur Anlage der Oberkreide-Senke im Bereich des Darß, des Strelasunds und vor allem Rügens führte.

Keywords

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