Original paper

Lithostratigraphische Korrelation des Rotliegend im östlichen Saar-Nahe-Becken

[Lithostratigraphic Correlation of the Rotliegend in the eastern Saar-Nahe Basin]

Becker, Arnfried; Schwarz, Michael; Schäfer, Andreas

Kurzfassung

Das Saar-Nahe-Becken erstreckt sich seit seiner Anlage während des Oberkarbons und des Rotliegend bis in das Gebiet des Oberrheingrabens. Es ist heute jedoch in seiner östlichen Erstreckung durch tertiärzeitliche Ablagerungen des Mainzer Beckens und des Oberrheingrabens bis auf wenige begrenzte Tagesaufschlüsse weitgehend verdeckt. Kenntnis über das im Oberrheingraben um mehr als 1,5 km versenkte Saar-Nahe-Becken lässt sich allein durch Tiefbohrungen erreichen. Insgesamt fünf Bohrungen der Erdölindustrie drangen tiefer in die paläozoische Schichtenfolge ein oder durchteuften diese vollständig. Diese bilden die Grundlage für die vorliegende Veröffentlichung. Die Bearbeitung konzentriert sich auf die stratigraphische Korrelation zwischen der publizierten Bohrung Olm 1 und den großzügig zur Verfügung gestellten Bohrungen Weiterstadt 1, Stockstadt 33R, Gimbsheim 2 und Worms 3 unter Berücksichtigung der aktuellen Stratigraphie des kontinentalen Rotliegend. Es kann gezeigt werden, dass die lithostratigraphische Gliederung des Rotliegend entsprechend der pfälzischen Rotliegend-Stratigraphie auf die Bohrungen im nördlichen Oberrheingraben angewendet werden kann.

Abstract

Since its formation in Upper Carboniferous and Rotliegend times, the Saar-Nahe Basin extended further towards the East than it is exposed today. The Tertiary fill of the Mainz Basin and the Upper Rhine Graben covers major parts of the Saar-Nahe Basin that had been subsided in the northern Upper Rhine Graben more than 1.5 km. Knowledge of the Carboniferous and Permian basin fill is only possible by the wells Olm 1, Weiterstadt 1, Stockstadt 33R, Gimbsheim 2, and Worms 3 that were published or generously provided by the oil industry. Stratigraphic correlation between them was made under the auspices of actual stratigraphy of the continental Rotliegend. It could be shown that the Rotliegend stratigraphy of the Saar-Nahe Basin could also be applied for the Rotliegend in the northern Upper Rhine Graben.

Keywords

tertiaryrotliegendlithostratigraphic correlationsaar nahe basincarboniferouscontinental sedimentsgermanyupper rhine graben