Field trip guide

Spätquartäre Landschaftsentwicklung der Ostseeinsel Usedom (Exkursion I am 14. April 2012)

Hoffmann, Gösta

Kurzfassung

Die Insel Usedom (polnisch Uznam) liegt an der südwestlichen Ostsee und bildet das östliche Endglied der vorpommerschen Boddenausgleichsküste. Mit 450 km2 Größe ist Usedom – nach Rügen – die zweitgrößte deutsche Insel und gilt als eine der sonnenreichsten Gegenden des Landes. Der Hauptteil der Insel ist deutsches Staatsgebiet; der polnische Anteil im Osten der Insel beträgt 72 km². Die Insel hat rund 75000 Bewohner, mehr als die Hälfte davon leben im polnischen Teil. Die natürlichen Begrenzungen Usedoms sind die Ostsee (Pommersche Bucht) im Norden, der Peenestrom im Westen und die Swine im Osten. Das Achterwasser und das Stettiner Haff begrenzen Usedom im Süden. Oberflächennah ist Usedom ausschließlich aus quartären Ablagerungen aufgebaut; Neogen und Paläogen fehlen, die Oberkreide steht in 50–100 m Tiefe an (Müller et al. 1995). Die Insel liegt ca. 200 km nördlich der Brandenburger Haupteisrandlage, der morphologischen Entsprechung der weichselzeitlichen Maximalvereisung (Last Glacial Maximum, 21 ka cal BP). Kleinere Randlagen nördlich der Haupteisrandlage belegen einen oszillierenden Eisrückgang.

Keywords

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