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Die Durchlässigkeit der Auen

Isaev, Dmitrij Igorevič

Large Rivers Vol. 9 No. 3-4 (1996), p. 315 - 320

7 references

published: Feb 12, 1996

DOI: 10.1127/lr/9/1996/315

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ArtNo. ESP142010103006, Price: 29.00 €

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Kurzfassung

Die Morphologie von Flußauen wird durch 3 wesentliche Faktoren bestimmt. Diese sind Flußbettprozeß, hydrologisches Regime und anthropogene Einwirkung. Durch die Intensität des Erosionsprozesses, die Sedimentationsgeschwindigkeit in der Aue sowie das Regime der Füllung und der Leerung der Aue durch Fluß- und Grundwasser werden Auentypen und der Charakter der Vegetationsverbreitung in der Aue bestimmt. Aus den verschiedenen Klassifizierungen der Auen (Elenevskij 1936, Šancer 1966, Popov 1970, Baryšnikov 1984 u.a.) wird erkannt, daß bei hydraulischen Berechnungen die Morphologie der Auen eine wichtige Rolle spielt. Bei der Mäandrierung wird meistens das Auenmassiv gebildet. Alle Auenmassive haben einen ähnlichen morphologischen Aufbau und ein ähnliches hydrologisches Regime. Ein Beispiel für den morphologischen Aufbau der Auenmassive sind natürliche Überflutungsrinnen im Wall des Auenmassives (s. Fließpfeile in Abb. 2). Bei begrenzender Mäandrierung bilden sich sichelförmige Massive aus (Abb. 1a). Wenn sich das Flußbett an die Auenböschung anschließt, dann bildet sich eine Taschenaue, in der bei Hochwasser das Wasser steht (Abb. 1b). Bei freier Mäandrierung bilden sich verschieden große und vielfältige Formen der Auenmassive aus (Abb. lc, d). Im weiteren sind 3 Hauptphasen der Auenüberflutung zu unterscheiden: 1. Am Anfang steht der Wasseranstieg. Das Auenmassiv wird durch die untere Rinne, daraufhin durch die oberen Rinnen überflutet. Man kann in dieser Zeit gegengerichtete Strömungen auf dem Auenmassiv beobachten.

Keywords

MorphologieErosionsprozessHochwasserÜberflutungsrinnen