Original paper

Auswirkungen großer Querbauwerke auf die Laufkäferzönosen (Coleoptera, Carabidae) von Umlagerungsstrecken der Oberen Isar

[Effects of dams and weirs on the ground beetle communities (Coleoptera, Carabidae) of braided sections of the Isar floodplain]

Manderbach, R.; Reich, M.

Large Rivers Vol. 9 No. 3-4 (1996), p. 573 - 588

53 references

published: Feb 12, 1996

DOI: 10.1127/lr/9/1996/573

BibTeX file

ArtNo. ESP142010103016, Price: 29.00 €

Download preview PDF Buy as PDF

Kurzfassung

Der überwiegende Teil der mitteleuropäischen Flußlandschaften ist heute durch wasserbauliche Maßnahmen grundlegend verändert. Dies gilt auch für die Umlagerungsstrecken alpiner Flüsse (Plachter 1993, Reich 1993, 1994a, b), also Bereiche, in denen sich Sedimentation und Erosion in etwa die Waage halten (Rust 1972). Charakteristisch für diesen ehemals verbreiteten Lebensraumtyp ist die hohe Dynamik, mit der sich der Flußverlauf und die Gestalt der meist großflächig vorhandenen vegetationsarmen Kiesbänke ständig ändern. Diese Kiesbänke sowie die vegetationsarmen Uferstreifen anderer alpiner Fließgewässer beherbergen eine charakteristische und gut dokumentierte Laufkäferfauna (vgl. Amiet 1967, Bigot & Gallisian 1987, Bigot & Gautier 1981, 1982, Boumezzough 1983, Favet1984, 1988, Kühnelt 1943, Nelles & Gerken 1990, Plachter 1986a, 1986b, Ravizza 1968, 1970, 1972. Schatz et al. 1990, Wirthumer 1955, 1958, 1962, 1975, Wörndle 1950). Zur Auswirkung anthropogener Veränderungen der natürlichen Flußdynamik liegen jedoch kaum Ergebnisse vor (vgl. Plachter 1986a, b, Waldert 1991). Diese Fragestellung wurde bislang fast ausschließlich an limnischen Organismengruppen durchgeführt und dokumentiert (z. B. Baxter 1977, Pelz 1985, Wagner 1989).

Keywords

LaufkäferzönosenSedimentationErosionObere Isaralpin