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Research-paper

Zur Genese und Stratigraphie der Braunkohle von Drama unter Berücksichtigung des Fossilinhalts

Antoniadis, Prodromos A.; Rieber, Ernst

Abstract (German)

Das Untersuchungsgebiet liegt in Ostmazedonien (Nordostgriechenland) im Großbecken von Drama. Ein durch Bohrungen erforschtes Braunkohlevorkommen nimmt den zentralen Teil des Beckens mit einer Flache von etwa 100 km2 ein. Die sogenannten "Hangenden Flözschichten" stehen im Zusammenhang nut dem bekannten Torfvorkommen von Philippi. Die in dieser Arbeit publizierten ersten Ergebnisse über Fossilinhalt und Kohlemazerale basieren auf der Untersuchung von Bohrkernen aus den Flözen und Kohlezwischenmitteln des Profils. Die Auswertung sowohl der Mazerale - von KAOURAS et al. (1991) detailliert vorgenommen - als auch das Fossilinhaltes läßt Rückschlüsse auf Klima, Geographie und Kohlegenese zu: 1. Der überwiegende Teil der Kohle ist allochthon entstanden, 2. Die Wasserstände im Kohlebecken waren stets hoch, offene Wasserflächen dürften weite Areale eingenommen haben, 3. Niederschläge von 1300 mm dürfen auf jeden Fall als sicher angenommen werden, 4. An Pflanzenzonen sind offene Wasserbereiche (Plankton, Schwimmpflanzengürtel) bis in das ufernahe Moorgebüsch festzustellen, 5. Das fast völlige Fehlen sogenannter "tertiärer Elemente" und die Zugehörigkeit der pflanzlichen Reste zu rezenten Gattungen und Arten läßt pleistozänes Alter fast sicher erscheinen, 6. Die Zeitdauer der Kohlebildung ist nach mehereren Autoren mit 1000 bis 20 000 Jahren für 0,5 bis 9 m Flöz anzunehmen.

Abstract

This short account gives informations about geological, paleobotanical and stratigraphical records, obtained from borehole-material of the Drama basin, East-Macedonia (NE-Greece). The central part of this basin consists of Lignite beds with an extension of 100 km2. The Lignites belong to the so-called "Hangende Flözschichten" and are not to be seen separated from the recent bog-formations of Philippi (in a short distance from Drama). A first analysis of maceral types and palaeobotanical results leads to the following conclusions: The allochthonous formation of nearly all the Lignite beds took place under high levels of water. Lakes and pools moved by slight circulations were extended over large areas of the basin. To build up several meters of coal seams during about 1000 to 20 000 years an annual amount of precipitate of 1300 mm is required. Numerous plants lived in shallow ponds, blanket bogs and wet places. Most of the species belong to recent ones, especially to those, living in Northern Greece today. This could be taken as a strong indication for Pleistocene age. Temperatures of 13 to 14 °C are estimated using the data of similar landscapes today.