Original paper

Das Tertiär Ostdeutschlands in der Stratigraphischen Tabelle von Deutschland 2002

Standke, Gerda; Blumenstengel, Horst; von Bülow, Werner

Kurzfassung

Im Untergrund von Ostdeutschland (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Altmark, Sachsen-Anhalt, Raum Helmstedt-Halle, Nordsachsen, Leipziger Bucht, Lausitz) sind tertiäre Ablagerungen flächenhaft verbreitet. Vom Paleozän bis zum Miozän dehnen sich die Sedimentationsräume allmählich weiter nach Südosten und Osten aus. Die heutige südliche Verbreitungsgrenze zieht sich in Ost-West-Richtung von Südbrandenburg über Nordsachsen nach Sachsen-Anhalt. Die nordöstliche Begrenzung verläuft etwa parallel zum Grimmener Wall in Vorpommern. Die Grenzen sind überwiegend erosiv bedingt. Für die Darstellung der Schichten und Formationen in der Tabelle (STD 2002, Taf. XIV) wurden die obigen Gebiete mit ihren faziell ähnlichen und lithostratigraphisch korrelierbaren Sedimentfolgen zu drei Bereichen zusammengefasst. Grundlage dafür bildet das Stratigraphische Korrelationsschema Tertiär (Lotsch 1981), in dem die gesamte Tertiärabfolge im östlichen Deutschland systematisch in Folgen und Schichten gegliedert wurde. Darauf aufbauend wird der heutige Kenntnisstand zur Stratigraphie und Paläogeographie in Ostdeutschland im Kontext zur Entwicklung des NW-Europäischen Tertiärbeckens erläutert. Weiterführend werden in der STD 2002 für übergeordnete Einheiten der Begriff Formation und für nachgeordnete Einheiten der Begriff Schichten (Subformationen) verwendet.

Abstract

Tertiary deposits are widespread in the subsurface area of East Germany (Mecklenburg-Vorpommern, Altmark, area of Helmstedt-Halle, Embayment of Leipzig, Lusatia). During the Palaeocene and the Miocene the deposition extends gradually in southerly and easterly directions. The recent, mainly erosive boundary of the Tertiary deposits follows an East-West line from southern Brandenburg via northern Saxonia to Sachsen-Anhalt. Three main regions are shown in the Table (STD 2002, XIV). Their formations and Schichten=subformations=members have comparable facies. They are well correlatable. The Table STD 2002 is based mainly on the "Stratigraphisches Korrelationsschema Tertiär" (Lotsch 1981), in which the entire Tertiary succession of East Germany has been systematically classified. Recent developments like the introduction of the term formation are added. The present knowledge on stratigraphy and palaeogeography in East Germany is presented in relation to the NW European Tertiary Basin.

Keywords

tertiarygermanystratigraphy