Newsletters on Stratigraphy - Volume 43

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Number 3

Newsletters on Stratigraphy Volume 43 Number 3

2010. 84 pages, 21x28cm, 350 g
Language: English

ArtNo. ES026004303, paperback, price: 70.00 €

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Magnetostratigraphy concepts, definitions, and applications

Langereis, Cor G.; Krijgsman, Wout; Muttoni, Giovanni; Menning, Manfred

p. 207-233, published: Apr 1, 2010

ArtNo. ESP026004303001 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2010/0043-0207

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Acritarch biostratigraphy of the Lower-Middle Ordovician boundary (Dapingian) at the Global Stratotype Section and Point (GSSP), Huanghuachang, South China

Jun, Li; Servais, Thomas; Kui, Yan

p. 235-250, published: Apr 1, 2010

ArtNo. ESP026004303002 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2010/0043-0235

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Timing of the Early Aptian 13C excursion in the Boreal Realm

Malkoč, Matthias; Mutterlose, Jörg; Pauly, Sebastian

p. 251-273, published: Apr 1, 2010

ArtNo. ESP026004303003 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2010/0043-0251

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Reassessment of the Zemorrian foraminiferal Stage and Juanian molluscan Stage north of the Olympic Mountains, Washington State and Vancouver Island

Nesbitt, Elizabeth A.; Martin, Ruth A.; Carroll, Neil P.; Grieff, Jeff

p. 275-291, published: Apr 1, 2010

ArtNo. ESP026004303004 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2010/0043-0275

Number 2

Newsletters on Stratigraphy Volume 43 Number 2

2009. 114 pages, 21x28cm, 410 g
Language: English

ArtNo. ES026004302, paperback, price: 70.00 €

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A new Pliocene biostratigraphy for the northeastern North Atlantic

Anthonissen, Erik D.

p. 91-126, published: Apr 1, 2009

ArtNo. ESP026004302001 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2009/0043-0091

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Paleomagnetism and Counterclockwise Tectonic Rotation of the Eocene-Oligocene Lyre, Quimper, and Marrowstone Formations, Northeast Olympic Peninsula, Washington State, USA

Prothero, Donald R.; Draus, Elizabeth; Nesbitt, Elizabeth A.; Smiley, Tara M.; Burns, Casey

p. 127-138, published: Apr 1, 2009

ArtNo. ESP026004302002 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2009/0043-0127

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Ammonite zonation of the upper Cenomanian and lower Turonian in the Iberian Trough, Spain

Barroso-Barcenilla, Fernando; Goy, Antonio; Segura, Manuel

p. 139-164, published: Apr 1, 2009

ArtNo. ESP026004302003 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2009/0043-0139

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Paleontology and Microfacies of the Serpukhovian in the Verkhnyaya Kardailovka Section, South Urals, Russia: potential candidate for the GSSP for the Visean-Serpukhovian boundary

Nikolaeva, S.V. Kulagina

p. 165-193, published: Apr 1, 2009

ArtNo. ESP026004302004 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2009/0043-0165

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The Devonian/Carboniferous boundary stratotype section (La Serre, France) revisited

Kaiser, Sandra I.

p. 195-205, published: Apr 1, 2009

ArtNo. ESP026004302005 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2009/0043-0195

Number 1

Newsletters on Stratigraphy Volume 43 Number 1

2008. 89 pages, 21x28cm, 380 g

ArtNo. ES026004301, paperback, price: 70.00 €

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Bespr.: Jahrbuch d. Geolog. Bundesanstalt Bd. 148 Heft 1, S. 136-137

Die renommierte Zeitschrift "Newsletters on Stratigraphy", oft auch als "NoS" abgekürzt, tritt mit Heft 1 von Band 43 in eine neue Ära. Mit einem neuen Erscheinugnsbild wollen die drei Herausgeber, die durch ein Board of Corresponding Editors unterstützt werden - aus österreicher Sicht wäre hier Werner E. Piller (Vorsitzender der Stratigraphischen Kommission, Universität Graz) zu nennen - die Zeitschrift zu einem internationalen Forum im Bereich der Stratigraphie machen.

Rein äußerlich zeigt sich Heft 1 von Band 43 in einem klassischen, zweispaltigen Lay-out mit einer gut lesbaren Schrift (mit Serifen) aus dem Umkreis der Times-Roman-Familie. Positiv hervorzuheben ist auch die Schriftgröße, die sich im Bereich des gut Lesbaren bewegt; Titel und Namen der Autoren sind ebenso wie Zwischentitel fett und noch um eine Dimension größer und damit prominent gesetzt.

Was den Inhalt des ersten Heftes betrifft, der sich im Übrigen an der hinteren Umschlagseite auf weißem Grund befindet, so steuert kein Geringerer als F.M. Gradstein ein Vorwort bei, gleich dahinter auf Seite 5 folgen Gradstein et al. mit einem aktuellen Beitrag zur stratigraphischen Tabelle (On the Geological Time Scale 2008). Auf Seite 9 befindet sich die erste Abbildung einer stratigraphischen Tabelle in Farbe, damit belegen sowohl Herausgeber als auch Verlag, dass sie diese Publikation auch optisch aufwerten wollen.

Farbe wird bei den verschiedensten Beiträgen in unterschiedlicher Art eingesetzt, so sind die Dinoflagellaten aus Grönland als Farbabbildungen um vieles ästhetischer anzusehen denn als Schwarzweißaufnahmen.

Auch bei der Arbeit über das Neogen (The case for the original Neogene von Hilgen et al.) macht die Verwendung verschiedener Farbtöne die unterschiedlichen Abgrenzungen von Neogen, Quartär etc. beginnend mit Hörnes (1853) bis hin zu Head et al. (2008) auf den Seiten 24 und 25 mit einem Blick klar.

Abschließend sei betont, dass sowohl Verlag und Herausgeber formal wie auch inhaltlich mit sieben Beiträgen, die von regionalen Arbeiten bis hin zu Grundsatzartikeln reichen, eindrucksvoll beweisen, dass die "NoS" eine grundlegende Zeitschrift im Bereich der Stratigraphie ist. Damit entsprechen sie ihren eigenen Vorgaben, die sie im Editorial formulieren, in überzeugender Weise: "We intend to establish an international forum for all studies that focus on temporal aspects in the evolution of the Earth's system - from marine to terrestrial environments, from the Precambrian to the present day world." Ad multos annos!

Thomas Hofmann

Bespr.: Zentralblatt Geo. Pal. T. II Jg. 2009 H. 1-2

Neues, größeres Format, mehr Farbdruck, neue Redaktion, vergrößerte Anzahl der „Corresponding Editors“ und zitiert im Science Citation Index Expanded – so ist die neue Entwicklung bei Newsletters on Stratigraphy (NoS) ab Bd. 43, Nr. 1, ganz kurz charakterisiert. Auf eine gute Aufnahme der Änderungen in der Fachwelt darf man hoffen. Gerade weil dieser Ausgabe die farbige „Geologic Time Scale 2008“ beiliegt, ist der Farbdruck in diesem Heft mit neun Beiträgen natürlich besonders willkommen und nützlich.

186a. Erbacher, J.: Editorial – The new face of „NoS“. – S. 1. 186b. Gradstein, F. M.: Foreword. – S. 3-4.

186c. Gradstein, F. M., Ogg, J. G. & Kranendonk, M. van: On the Geologic Time Scale 2008. – S. 5-13, 2 Abb., 2 Tab.

Die Verf. legen eine aktualisierte Fassung der Geologic Time Scale 2008 mit der internationalen Einteilung und Altersangaben vor. Seit 2000 führte man über 35 chronostratigraphische Einheiten formal ein. Trotzdem warten noch über ein Drittel 218 Paläontologie allgem. der nahezu 100 geologischen Stufen des Phanerozoikum auf ihre international festzugelegende Definition. Für die Mehrzahl der Stufengrenzen fand die selbe numerische Einteilung Verwendung wie in der Geologic Time Scale 2004. Ausnahmen gibt es bei den Definitionen für die Stufengrenzen mit Abweichungen gegenüber den vorhergehenden „Arbeitsversionen“ (z. B. bei der Basis des Serravallium, des Coniacium und des Ghizelium, Kasimovium und Serpukhovium). In den meisten Fällen bewegen sich die numerischen Änderungen bei den Altersangaben in den Fehlergrenzen der GTS 2004. Für den Gebrauch am PC-Bildschirm und zur Herstellung maßgeschneiderter Versionen der Zeitskala für den jeweiligen Benutzer gibt es Time-Scale-Creator, eine öffentlich zugängliche JAVA-Version zum Herunterladen von der ICS-Website (www.stratigraphy.org und www.tscreator.com).

186d. Hilgen, F. J.: Recent progress in the standardization and calibration of the Cenozoic Time Scale. – S. 15-22, 1 Abb.

Seit dem Erscheinen der Geologic Time Scale 2004 gab es erhebliche Fortschritte bei der Standardisierung und Eichung der GTS für das Känozoikum (Paläogen + Neogen) und hier besonders beim älteren Paläogen. Dieser Fortschritt hängt mit der astronomischen Einstufung von wichtigen Abschnitten des Paläogen und mit den informellen Vorschlägen zur Definition von GSSPs des Selandium, Thanetium und Chattium zusammen.

Aufgrund ODP Site 1218 im äquatorialen Pazifik erreichte man eine Eichung des gesamten Oligozän. Daraus ergab sich eine direkte Alterseinstufung für die Eozän- Oligozän-Grenze von ~ 33,79 Mill. Jahren, wenn man sie auf das bereits ermittelte Alter von 23,03 Mill. Jahre für die Grenze Oligozän-Miozän in der GTS 2004 bezieht. Das ermittelte Alter wird durch die Festlegung eines Stratotyps für die Eozän- Oligozän-Grenze im Profil von Massigniano bestätigt, weicht aber von dem rückgerechneten Alter der 40Ar/39Ar-Methode für Aschenlagen im kontinentalen Bereich Nordamerikas ab. Jedoch stimmt das Alter mit rückgerechneten alternativen Altersangaben dieser Aschenlagen und mit einer revidierten Alterseinstufung für die Grenze aus einer Ignimbritfolge in Neu Mexiko überein.

Drei Optionen – mit einer Abweichung von 405.000 Jahren – gibt es für die Einstufung des gesamten Paleozän. Dadurch liegt die Grenze Kreide/Tertiär bei 65,28, 65,68 oder 66,08 Mill. Jahren. Für die Grenze ergibt sich durch Anwendung eines astronomisch neu ermittelten Alters für den Fisch Canyon-Sanidin-Altersstandard ein Alter nach der 40Ar/39Ar-Methode von rund 66,0 Mill. Jahren. Danach ist die älteste Angabe ziemlich genau. Jedoch findet sich eine Abweichung bei der Zahl von 405.000 Jahren im älteren Teil des Paleozän. Deshalb gibt es dafür momentan keine stabile Zeitskala.

Der neogene Anteil der Zeitskala blieb relativ unverändert, wie man es von einer astronomischen Zeitskala erwartet, wenn die zugrundeliegenden Daten im wesentlichen richtig sind. Trotzdem gibt es nennenswerten Fortschritte bei der Erarbeitung einer marinen Standard-Isotopenstratigraphie und Astrochronologie. Zusätzlich definierte man den GSSP des Serravallium formal und in Übereinstimmung mit der Mi3b-Isotopenverschiebung, die die Schlußphase des klimaVerschiedenes, neue Zeitschriften 219 tischen Wechsels im Mittel-Miozän kennzeichnet. Von einer neogenen Sichtweise ausgehend schlug man die Wiedereinführung von Stratotypen für die Einheiten weltweit vorhandener Stufen und eine formale Definition von astronomischen Zyklen als formale chronostratigraphische Einheiten eines untergeordneten Ranges (Chronozonen) vor. Dies alles läßt auf eine ziemlich genaue und hochauflösende Unterteilung und Einstufung des gesamten Känozoikum hoffen.

186e. Hilgen, F. J., Aubry, M.-P., Berggren, B., Couvering, J. van, McGowran, B. & Steininger, F.: The case for the original Neogene. – S. 23-32, 4 Abb.

2004 strich man das Quartär als formale chronostratigraphische Einheit bewußt und keinesfalls spontan aus der Geologic Time Scale (GTS). Folglich erstreckt sich das Neogen bis zur Jetztzeit. Dieses Vorgehen beruhte auf einer starken und langjährigen Tradition bei der Untersuchung besonders der marinen stratigraphischen Überlieferung.

Die ursprüngliche Definition des Neogen durch HÖRNES (1853) schloß stratigraphische Einheiten ein, die man heute altersmäßig zum Pleistozän rechnet und die bezüglich ihrer Obergrenze nicht eindeutig sind. Trotzdem gab es das Konzept eines erweiterten Neogen in einer Anzahl von Zeitskalen, ohne daß man dies allgemein anwandte, bis es marine Stratigraphen übernahmen, als sie die stratigraphische Abfolge des Känozoikum im tiefermarinen Bereich in der Mitte des 20. Jh. erforschten.

Das erweiterte Neogen als solches findet sich in der ursprünglichen Festlegung und nachfolgenden Abänderungen aller Standard-Mikrofossilzonierungen mit neogenen Zonen bis zur Jetztzeit. Darüberhinaus akzeptierte man das erweiterte Neogen auch beim DSDP/ODP-Programm und integrierte es in allgemein gebräuchlichen magnetobiochronostratigraphischen Zeitskalen und in bekannten Handbüchern über die Erdgeschichte. Auch die Wirbeltierpaläontologen übernahmen dies ebenso. Das Konzept eines erweiterten Neogen stand ferner in Empfehlungen zur Definition der Pliozän-Pleistozän-Grenze (Grenze Tertiär/Quartär) beim Internationalen Geologischen Kongress 1948 in London.

Vollständige marine Abfolgen eignen sich am besten für die formale Definition weltweiter chronostratigraphischer Einheiten für die Standard-GTS. Natürlich ist das Neogen ein hervorragendes Beispiel für diesen marinen Standard, stimmt aber nicht mit der vorherrschenden kontinentalen Quartär-Gliederung überein. Tatsächlich revolutionierte die genaue Untersuchung des marinen Neogen das chronostratigraphische Denken in den letzten Jahrzehnten, führte schließlich zu einer stabilen neogenen Zeitskala auf astronomischer Grundlage mit einer vollintegrierten Magnetobiochronostratigraphie aufgrund Korrelationen erster Ordnung. Dieses moderne Vorgehen führte zudem zu einer Wiederbetonung der Nützlichkeit eines Stratotypus- Konzepts, zu der potentiellen Einführung von astronomischen Zyklen als formale chronostratigraphische Einheiten untergeordneten Ranges (Chronozonen) und zur der Ermittlung der astronomischen und Radioisotopenzeit. Aus allen diesen Gründen sollte der Begriff Neogen an ein erweitertes Konzept von 23-0 Mill. Jahren gebunden sein. Wenn darüberhinaus die Nomenklatur geologisches Denken, Ver220 Paläontologie allgem. ständnis dafür und für die Praxis der Erdgeschichte widerspiegelt, würde die Begrenzung des Neogen bei 2,6 Mill. Jahren – besonders aus der marinen Sichtweise – eine künstliche Unterteilung schaffen. Dies könnte die Historische Geologie jenseits der 2,6 Mill. Jahre an einer genauen Wiedergabe der Evolution, Ozeanographie, Klima und Tektonik in den letzten 23 Mill. Jahren hindern.

186f. Anthonissen, E. D.: Late Pliocene and Pleistocene biostratigraphy of the Nordic Atlantic region. – S. 33-48, 3 Abb., 1 Tab. als Anhang.

Die fehlenden primären und sekundären GSSP-Grenzfestlegungen für das Pliozän und Pleistozän der Nordsee, der Nordmeere und des nördlichen Nordatlantik stellen eine Herausforderung für Biostratigraphen dar. Die vorliegende Untersuchung beleuchtet die besten biostratigraphischen Näherungen in dieser Region an die chronostratigraphischen Standardgrenzen des Gelasium und des Unter-, Mittelund Ober-Pleistozän. Über Korrelation mit wichtigen DSDP/ODP-Bohrungen und eindeutige magnetostratigraphische Bestimmungen aus dieser Region ließ sich das Alter von Ablagerungen des flacheren Wassers in der Nordsee besser festlegen. Der Verf. legt die besten biostratigraphischen Anäherungen an diese chronostratigraphischen Grenzen in dieser Region zusammen mit festgelegten Events gemäß dem Sub-Becken vor. Die besten Näherungslösungen für die Events an den Grenzen einer jeden vorgegebenen Stelle in dieser Region hängt von paläozeanographischen und paläobathymetrischen Bestimmungen ab. In den diskutierten 15 ODP-Bohrungen im Nordatlantik ließen sich nur drei GSSP-korrelierbare Schlüssel-Events feststellen. Im Litoral bis zum Bathyal erlaubt das erste verbreitete Auftreten von Neogloboquadrina pachyderma (linksgewundene Morphotypen) die direkte Korrelation mit der Basis des GSSP für das Pleistozän in Italien. Das Vorkommen der benthonischen Foraminifere Cibicides grossus scheint von der Bathymetrie anhängig zu sein, wobei das letzte Auftreten im oberen Bathyal liegt. Im flacheren Neritikum der mittleren und nördlichen Nordsee fällt das letzte Vorkommen von C. grossus mit der Basis des Pleistozän zusammen. Das ungleichzeitige Auftreten von etlichen Bioevents in den nördlichen Hohen Breiten dürfte primär auf unterschiedliche Zusammensetzungen im Oberflächenwasser und eine sich verändernde Paläobathymetrie zurückgehen.

186g. Sadler, P. M. & Cooper, R. A.: Improved resolution and quantified stratigraphic uncertainty – time scale of the future. – S. 49-53, 1 Abb., 1 Tab.

Unter Verwendung automatisierter Vorgänge für die Zusammenstellung und Eichung von Zeitskalen errichteten die Verf. eine Zeitskala für das Ordovizium und Silur mit Hilfe des Aussterbedatums von über 1.500 Graptolitenarten in weltweit 214 vermessenen Profilen. Die auf eine weltweite Skala eingetragenen Aussterbedaten und damit verbundene radiometrische Altersbestimmungen führten zu einer zehnmal besseren Auflösung als mit Fossilzonen. Trägt man die Graptolitenzonen in die Zeitskala ein, kann man die individuelle Fehlerrate für jede Zone in Mill. Jahren angeben. Bei Zeitskalen mit Conodonten-Bioevents läßt sich die Zeit skale mit Graptoliten in jüngere oder ältere Perioden ausdehnern. Dieses Vorgehen bietet unter Einsatz von bereits vorhandenen biostratigraphischen und radiometrischen Daten eine wesentliche Verbesserung bei der stratigraphischen Auflösung und Fehlerabschätzung in paläozoischen Zeitskalen.

186h. Hellmann, Clausen, C., Abrahamsen, N., Larsen, M., Piasecki, S. & Stemmerik, L.: Age of the youngest Paleogene flood basalts in East Greenland. – S. 55-63, 5 Abb.

Sedimente in den Basalten 50 m unterhalb der paläogenen Lavaabfolge von Kap Dalton in Ostgrönland lieferten Dinoflagellaten des oberen Ypresium und untersten Lutetium. Die Sedimente unmittelbar über der Lava enthalten eine Dinoflagellatenvergesellschaftung des unteren Lutetium. Zusammen mit dem Paläomagnetismus gehört so das Ende der paläogenen Ostgrönländischen Vulkanprovinz etwa in den Übergang Unter- bis Mittel-Eozän (Nannoplankton-Chronozone NP13-NP14/ früheste NP15). Dies sind 6-8 Mill. Jahre weniger als in früheren Bestimmungen. Nach den neuen Ergebnissen trat der Flutbasalt-Vulkanismus gleichzeitig mit größeren Intrusionen weiter im Süden auf. Dies unterstreicht frühere Vermutungen einer bedeutsamen Aufschmelzung wesentlich später als das Zerbrechen des Festlandes.

186i. Voigt, S., Erbacher, J., Mutterlose, J., Weiss, W., Westerhold, T., Wiese, F., Wilmsen, M. & Wonik, T.: The Cenomanian – Turonian of the Wunstorf section – (North Germany): global stratigraphic reference section and new orbital time scale for Oceanic Anoxic Event 2. – S. 65-89, 11 Abb., 1 Tab.

Das Cenomanian-Turonian Boundary Event (CTBE) spiegelt sich in einer der größten Störungen im Kohlenstoffkreislauf der Erdgeschichte wider. Es ist durch ein weitverbreitetes Vorkommen von anoxischen Sedimenten im marinen Bereich gekennzeichnet (Oceanic Anoxic Event 2 = OAE 2). In Wunstorf (Niedersachsen) ist das CTBE durch eine 26,5 m mächtige Folge von rhythmisch geschichteten, laminierten Schwarzschiefern, dunklen, bituminösen Mergeln und Mergelsteinen mit häufigen Makro- und Mikrofossilien entwickelt. Dadurch eignet sich dieser Fundort im wesentlich als internationales Standardreferenzprofil für das CTBE. Eine 2006 niedergebrachte Bohrung erbrachte 76 m gekerntes Mittel-Cenomanium bis Mittel-Turonium. Eine hochauflösende Kurve anhand des d13C aus dieser Bohrung löst alle bekannten Charakteristika der positiven d13C-Anomalie des OAE 2 mit höchster Genauigkeit auf. Im gesamten Mittel-Cenomanium- bis Mittel-Turonium zeigt diese Kurve zahlreiche kleinere, wahrscheinlich zyklische positive Ausschläge. Hochauflösende geophysikalische Methoden und XRF-Kernmessungen führte man zur Gewinnung von zwei Serien von Gammastrahlenmessungen und Ti-Konzentrationen in der CTBE-Schwarzschieferfolge durch. Die hierarchische Anordnung sedimentärer Zyklen und ebenso die Spektralanalyse und Gauss-Filterung von vorherrschenden Häufigkeiten lieferte Angaben zur Zyklenhäufigkeit, wie sie für eine kurze exzentrizitätsabhänge Präzession (100.000 Jahre, 21.000 Jahre) typisch sind.

Diese neue astronomische Zeitskala lieferte eine Zeitangabe von 430.000-445.000 Jahre für die Dauer des OAE 2 und verfeinert die bisher vorhandenen astronomischen Altersangaben für die englische Schreibkreide, das Western Interior und das Tarfaya-Becken in Marokko. Die neuen Altersbestimmungen und die hochauflösenden Korrelationen mit Kohlenstoffisotopen führen erstmals zu einer beckenweiten Rekonstruktion der paläozeanographischen Veränderungen innerhalb der europäischen Schelfmeere während des OAE 2.

W. RIEGRAF

Zentralblatt Geo. Pal. T. II Jg. 2009 H. 1-2

O

Original paper

Editorial The new face of NoS

Erbacher, Jochen; Kosinowski, Michael; Pross, Jörg

p. 1-1, published: Jul 23, 2008

DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0001

Original paper

Foreword

Gradstein, Felix M.

p. 3-4, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301002 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0003

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On the Geologic Time Scale 2008

Gradstein, Felix M.; Ogg, James G.; van Kranendonk, Martin

p. 5-13, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301003 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0005

Original paper

Recent progress in the standardization and calibration of the Cenozoic Time Scale

Hilgen, Frederik J.

p. 15-22, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301004 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0015

Original paper

The case for the original Neogene

Hilgen, Frits; Aubry, Marie-Pierre; Berggren, Bill; van Couvering, John; McGowran, Brian; Steininger, Fritz

p. 23-32, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301005 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0023

Original paper

Late Pliocene and Pleistocene biostratigraphy of the Nordic Atlantic region

Anthonissen, Erik D.

p. 33-48, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301006 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0033

Original paper

Improved resolution and quantified stratigraphic uncertainty time scales of the future

Sadler, Peter M.; Cooper, Roger A.

p. 49-53, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301007 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0049

Original paper

Age of the youngest Paleogene flood basalts in East Greenland

Heilmann-Clausen, Claus; Abrahamsen, Niels; Larsen, Michael; Piasecki, Stefan; Stemmerik, Lars

p. 55-63, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301008 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0055

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The Cenomanian Turonian of the Wunstorf section (North Germany): global stratigraphic reference section and new orbital time scale for Oceanic Anoxic Event 2

Voigt, Silke; Erbacher, Jochen; Mutterlose, Jörg; Weiss, Wolfgang; Westerhold, Thomas; Wiese, Frank; Wilmsen, Markus; Wonik, Thomas

p. 65-89, published: Jul 23, 2008

ArtNo. ESP026004301009 Price: 29.00 € DOI: 10.1127/0078-0421/2008/0043-0065

P
= can be downloaded

O
= Open Access (paper can be downloaded for free)