Original paper

Supporting Management of Refugee Streams by Earth Observation and Geoinformation

Komp, Klaus-Ulrich; Müterthies, Andreas

Kurzfassung

The sharp increase in refugee numbers arriving in the European Union has recently caused major and manifold challenges for the member states and their administrative services. Location based situation reports and maps may support the refugee management from local to European level. The first support is mapping of the geographical distribution of migrating people which needs more or less real time data. The actual data sources are location related observations along the routes of refugees, actual satellite observations and data mining results. These tools and data are used to monitor spatial distributions as well as extrapolate the arrival of refugees for the subsequent weeks. The second support is the short-term update of the location of initial registration facilities and first reception facilities, their capacities, and their occupancy. The third support level is the systematic inquiry for unoccupied housing facilities and for empty places within build-up areas. For this purpose Geo-coded datasets of house numbers have to be cross-referenced with city maps and communal inhabitants address data. However, the paper will not disclose scientific progress in Earth Observation and GIS, but will actually demonstrate that a new combination of existing methods is required to support actual data needs for improved refugee management and integration. The examples show that EO/GIS cannot only theoretically provide societal benefits. The results can play an important role in factual political, administrative and humanitarian day-to-day reality. Zusammenfassung: Unterstützung des Flüchtlingsmanagements durch Erdbeobachtung und Geoinformationstechnologien. Der starke Anstieg der Anzahl der Flüchtlinge, die in der Europäischen Union ankommen, stellt aktuell die Mitgliedsstaaten und ihre Verwaltungen vor vielfältige Herausforderungen. Standortbezogene Berichte und Karten können das Flüchtlingsmanagement sowohl auf europäischer als auch auf kommunaler Ebene unterstützen. Die erste Unterstützung ist die Kartierung der räumlichen Verteilung von Migranten, was mehr oder weniger Echtzeitdaten erfordert. Die derzeitigen Datenquellen sind standortbezogene Beobachtungen entlang der Flüchtlingsrouten, aktuelle Satellitenbeobachtungen und Ergebnisse des so genannten Data-Mining, d. h. Wissensentdeckung in Datenbanken. Diese Werkzeuge und Daten werden verwendet, um sowohl räumliche Verteilungen zuüberwachen, als auch die räumlichen Flü chtlingsankünfte der folgenden Wochen zu extrapolieren. Die zweite Unterst ü tzung ist die kurzfristige Aktualisierung von Personenregistrierungseinrichtungen und Erstunterkünften, ihrer Kapazitäten und ihrer Belegung. Die dritte Unterstützungsebene ist die systematische Erfassung von Leerständen und Baulücken. Zu diesem Zweck werden Gebäudekatasterdaten mit den Einwohnermeldedaten verknüpft. Der Artikel zeigt keinen wissenschaftlichen Fortschritt der Erdbeobachtung und Geoinformation auf, sondern demonstriert, dass eine neue Kombination existierender Methoden erforderlich ist, um den aktuellen Bedarf für verbessertes Flüchtlingsmanagement und die Flüchtlingsintegration zu unterstützen. Die Beispiele erläutern, dass Erdbeobachtung und Geoinformation nicht nur theoretisch gesellschaftlichen Nutzen liefert. Diese Ergebnisse können eine wichtige Rolle für die tatsächliche politische, verwaltungstechnische und humanitäre, tägliche Realität liefern.

Keywords

refugee streamsdata miningdetecting habitation reservesearth observation