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Rotliegend im Saar-Nahe-Becken, am Taunus-Südrand und im nördlichen Oberrheingraben

Boy, Jürgen A; Haneke, Jost; Kowalczyk, Gotthard; Lorenz, Volker; Schindler, Thomas; Thum, Hubert

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 61 (2012), p. 254 - 377

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published: Oct 25, 2012

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Kurzfassung

In der Spätphase der variscischen Orogenese bildeten sich ab dem Namur, gebietsweise auch bereits im oberen Visé, durch Krustenzerrung intermontane Kollapsbecken entlang älterer tektonischer Strukturen. In dieser Zeit entstand auch das Saar-Nahe-Becken, das im Laufe seiner aktiven Entwicklungsphase bis zum Unterperm (Rotliegend) mit ausschließlich terrestrischen Sedimenten, beckenintern geförderten Magmatiten und Pyroklastika sowie geringmächtigen extern geförderten Pyroklastika aufgefüllt wurde. Von seiner ursprünglich etwa 10. 000 m permokarbonen Beckenfüllung sind heute auf aufgrund synsedimentärer Verlagerung des Depotcenters sowie einer prätriassischen Erosionsphase nur noch 6. 500 m erhalten. – Die Rotliegend-Gruppe im Saar-Nahe-Becken (mit Karbon-Perm-Grenze im basalen Anteil, der größte Teil fällt ins Unterperm) wird lithostratigraphisch in zwei Subgruppen unterteilt. Die Glan-Subgruppe umfasst Remigiusberg-Formation bis Thallichtenberg-Formation; die Nahe-Subgruppe umfasst Donnersberg -Formation bis Standenbühl-Formation. Die Remigiusberg-Formation wird gekennzeichnet durch überwiegend rot gefärbte Ablagerungen eines weit verzweigten Flusssystems, in die geringmächtige, grau gefärbte Seeablagerungen eingeschaltet sind. Die Leithorizonte treten nicht durchgehend auf, sondern kennzeichnen bestimmte lithostratigraphische Niveaus. Die wichtigsten sind, von unten nach oben, die grobsandig-konglomeratischen Rinnenfüllungen des Jungwald-, Dirmingen- und Remigiusberg-Konglomerat -Leitniveaus sowie die überwiegend karbonatischen Ablagerungen flacher Seen des Gimsbach-, Pittelsgraben-, Theisbergstegen-, Fiedelhausen- und Marbach-Niveaus. – Die Altenglan-Formation ist überwiegend grau gefärbt und gekennzeichnet durch einen Wechsel von siltig-feinsandigen Ablagerungen eines mäandrierenden Flusssystems mit dunkelgrauen, pelitisch-karbonatischen Sedimenten weit ausgedehnter, flacher Seen. Wichtige Leithorizonte sind Kochenrain -, Hauptkalk-, Reckweilerhof-, Ottweiler und Hirschfeld-Karbonat-Bank. – Die Wahnwegen-Formation besteht überwiegend aus groben, fluviatil gebildeten, roten Siliziklastika und lässt sich somit meist gut von den angrenzenden Formationen abtrennen. Es können bis zu vier konglomeratische Grobhorizonte ausgehalten werden, die drei Wechselfolgen aus mittelbis feinkörnigen Sedimenten begrenzen. Lokal treten darin geringmächtige Karbonathorizonte, Kohlenflöze sowie im Raum St. Wendel/Lebach ein beckenextern geförderter Tuff auf. – Die Quirnbach-Formation wird in zwei informelle lithostratigraphische Einheiten, Q1 und Q2, unterteilt. In der Einheit Q1 dominiert die wechselnd grau und rot gefärbte, siltig-feinsandige FaziesfluviatilerSchwemmebenen, indiegeringmächtige, pelitisch-karbonatische Absätze kleiner flacher Seen eingeschaltet sind; bemerkenswert ist der räumlich eng begrenzte, tiefe Concordia-See. In der Einheit Q2 fehlen markante Rotlagen, und vier pelitisch-kar-bonatischeLeithorizonteflacherSeen (Immetshausen-, Blochersberg-, Bubach-Bank, Galgenberg-Bänke) sind weit ausgedehnt. Außerdem treten schwarzpelitische Absätze tiefer Seen auf (Hohenöllen- und Gailbach- Bank). – Mit der Lauterecken-Formation setzt sich die fluviatil-lakustrine Fazies der oberen Quirnbach-Formation fort. Sie ist weitgehend grau gefärbt und wird in die beiden informellen lithostratigraphischen Einheiten L1 und L2 unterteilt. Die Einheit L1 beginnt mit dem Vorstoß eines verzweigten Flusssystems in Form des rot gefärbten Feist-Konglomerats und enthält darüber nur lateral begrenzte Seehorizonte. Sie endet mit der über weite Bereiche des Beckens verbreiteten Odenbach-Kalk-Kohle-Bank, die einen sehr gleichmäßig flachen, verlandenden See repräsentiert. Die Einheit L2 beginnt mit der räumlich eng begrenzten, deltaisch gebildeten Offenbach-Sandstein-Bank und enthält mehrere, weit über das Becken verbreitete, pelitisch-karbonatische Absätze flacher Seen, nämlich Wiesweiler-, Kipp-, Medard-undRötherhof-Bank. Räumlich enger begrenzt ist die schwarzpelitische Fazies des tiefen Weißelstein-Sees. – Die Meisenheim-Formation ist die bei Weitem mächtigste Formation der Glan-Subgruppe. Sie ist überwiegend grau gefärbt und wird in die informellen lithostratigraphischen Einheiten M1 bis M10 unterteilt. Die Einheiten M1 bis M7 werden als Jeckenbach-Subformation, die Einheiten M8 bis M10 als Odernheim-Subformation zusammengefasst. In den Einheiten M1 bis M4 wird die Basis jeweils von einem – nur in der südwestlichen randnahen Fazies rot gefärbten – Deltafront-Sandstein gebildet. Zwischen diesen sind schwarzpelitische Seehorizonte eingeschaltet, die teils in flachen (M1, M2, M3), teils auch in tiefen Seen (insbesondere Meisenheim-See in M2 und Breitenbach-See in M4) gebildet wurden. Außerdem treten in der südwestlichen randnahen Fazies der Einheit M2 die Hoof-Kohlenflöze sowie in der Einheit M3 der Leitersweiler-Tuff auf. – In den Einheiten M5 bis M10 wird die Basis jeweils von zumeist rot gefärbten Rinnensandsteinen eines verzweigten Flusssystems gebildet, dies sind die Konglomerat-Sandstein -Bänke R1 bis R7. Zwischengeschaltet sind zahlreiche schwarzpelitische Seehorizonte aus teils flachen, teils tiefen und meist räumlich begrenzten Seen. Weite Verbreitung haben in M5 der Raumbach-See, in M8 der Odernheim-See sowie in M10 der die Formation abschließende, besonders langlebige und tiefe Humberg-See. Dazu kommen in der Einheit M5 vier und in den übrigen Einheiten jeweils zwei mit Namen belegte Tuff-Horizonte. – Die Disibodenberg-Formation ist grau gefärbt und ausgesprochen deltaisch entwickelt. Sie umfasst neben lateral begrenzten Deltafront-Sandsteinen siltig-feinsandige Ablagerungen, die auffallend viele Sohlmarken und Toneisenstein -Geoden enthalten. Sie werden dem Faziesbereich vom Deltafuß bis zu Interdistributary Bays zugeordnet. Schwarzpelitische flache Seefazies tritt nur nahe der Basis im südwestlichen Beckenbereich als Körborn-Bank auf. – Mit der Oberkirchen-Formation wird eine Umgestaltung der Ablagerungsbedingungen im Saar-Nahe-Becken eingeleitet. Bis auf vereinzelte regionale Episoden dominiert fluviatile Sedimentation in Form roter, grobsandiger, oft geröllreicher Ablagerungen. –Die Thallichtenberg-Formation istweitgehend grau gefärbt und entspricht faziell der Deltaplattform-Fazies der oberen Disibodenberg-Formation. Regional begrenzt treten zwei dünne Tuffbänkchen sowie schwarzpelitische Ablagerungen flacher Seen auf. Im Nordosten des Beckens bildete sich am Ende der Thallichtenberg-Formation ein Depotzentrum heraus, in dem der flache Boos-See entstand. Dieses dauerte bis in die Zeit der unteren Donnersberg-Formation fort, indem sich hier die grau gefärbte, fluviatil-deltaische Fazies der Hockerfels-Subformation mitsamt dem Brühlgraben-Kohleflöz entwickelte. Der obere Abschnitt des Rotliegend im Saar-Nahe-Becken wird zur Nahe-Subgruppe zusammengefasst. Eingeleitet wird diese durch die Donnersberg-Formation, die die Zeit des beckeninternen bimodalen Magmatismus umfasst. Die lange Zeit vorherrschender ausgedehnter Seen wurde endgültig durch eine fluviatil geprägte Becken-Landschaft abgelöst. Schon bald nach Beginn der Donnersberg-Formation bezeugen erste Einschaltungen von Aschentuff-Horizonten den Beginn des beckeninternen Magmatismus, syntektonische Bewegungen lassen den Beginn subvulkanischer Aktivitäten bereits noch früher (Oberkirchen -/Thallichtenberg-Formation) vermuten. – Die Intrusiva der Donnersberg-Formation setzen sich aus vorherrschend basaltisch-andesitischen Lagergängen, wenigen Dykes sowie einer Reihe von intrusiven/extrusiven rhyolithisch-dazitischen und Alkalifeldspattrachytischen Domen zusammen. Der Vulkanismus hingegen war geprägt durch rhyolithische Tuffe und basaltisch-andesitische sowie wenige rhyolithische Laven. Diese Gesteine wechsellagern mit fluviatilen Siliziklastika, die verbreitet einen hohen Anteil an pyroklastischem Material besitzen. Die Donnersberg-Formation wird durch vier überregional verbreitete Tuffhorizonte (Tuff 1 sowie Tuff 3 bis 5) in fünf Subformationen gegliedert. – Nach Abklingen des Vulkanismus erreichten die groben Konglomerate der Wadern-Formation ihre weiteste Verbreitung im Saar-Nahe-Becken. Sie erstreckten sich als Schuttfächer („Randfazies“) am NW-Rand bereits zur Zeit des Vulkanismus der Donnersberg-Formation in das Becken hinein. Faziell ähnliche Konglomerate wurden vermutlich bereits seit der frühen Beckenentwicklung vom NW-Rand wenige Kilometer in die Beckenebene hinein geschüttet. Am tektonisch inaktiven SE-Rand sind sie erst seit Beginn der Nahe-Subgruppe dokumentiert. So besitzt die Wadern-Formation nun in Form des Quarzitkonglomerats, das durch ein nach NW und SW entwässerndes, verzweigtes Flusssystem abgelagert wurde, zumindest im Zentralteil des Beckens eine flächendeckende Verbreitung. Es ist die jüngste (letzte) grobklastische Einheit im Saar- Nahe-Becken und steht damit am Ende der aktiven Beckensubsidenz. – Die Standenbühl-Formation ist wesentlich mächtiger als alle anderen Formationen, obwohl sie an ihrem Top diskordant von jüngeren Ablagerungen des terrestrischen Zechsteins bis Tertiärs abgeschnitten wird. Lateral verzahnt sie sich entlang des Hunsrückrandes mit der Wadern-Formation sowie in randnahen Gebieten teilweise mit der Kreuznach-Formation. Sie ist weitgehend rotgefärbt. Die beckenzentrale Fazies ist sehr eintönig entwickelt; sie repräsentiert die überwiegend pelitischen Absätze einer Playa-Mudflat-Ebene, die von schmalen, flachen Rinnen mit zumeist feinsandiger Füllung durchzogen wurde. Im Südwestteil des Beckens entstanden zu Beginn der Standenbühl-Zeit auch kurzlebige, salinare Seen. – Im Nordost-Teil des Beckens entwickelte sich die randnahe Nierstein-Fazies mit Schwabsburg-, Rehbach- und Nackenheim-Subformation, in der gröberpsammitische bis konglomeratische Schichtflut- Ablagerungen eingeschaltet sind. – Im Zentralteil des Beckens wird die Standenbühl-Formation vom Quarzit-Konglomerat der Wadern-Formation unterlagert. Entlang dem Nordwestrand des Beckens fehlt das Quarzitkonglomerat und es entstand die lateral mit der Wadern-Formation verzahnende Sponheim- Subformation, in der Schichtflut-Ablagerungen mit den Absätzen eines nach Südwesten entwässernden verzweigten Flusssystems wechsellagern. Eingeschaltet sind die mehr oder weniger karbonatischen Absätze räumlich eng begrenzter Seen: Bockenau-Karbonat- Bank in der unteren Hälfte sowie Sobernheim-Bank und Dornbach-Karbonat-Bank in der oberen Hälfte der Subformation. – Die Kreuznach-Formation tritt in zwei räumlich getrennten und jeweils begrenzten Gebieten auf, einerseits im Nordosten des Beckens im Raum Langenlonsheim, Bad Kreuznach und Sommerloch und andererseits im Saarland im Gebiet von Losheim-Wadern sowie im Lebacher und im St. Wendeler Graben. Im Raum Bad Kreuznach ist die Kreuznach-Formation durch intensiv rote Sandsteine mit deutlich großdimensionaler Schrägschichtung charakterisiert. Es besteht eine laterale Verzahnung mit Sedimenten der Wadern- und der Standenbühl- Formation. Die Genese dieser Sandsteine wird heute als überwiegend fluviatil angesehen. Im Gegensatz zum Kreuznacher Raum werden die großdimensional schräggeschichteten Sande und Sandsteine im Saarland als überwiegend äolisch betrachtet. In beiden Gebieten gibt es keine auflagernden jüngeren Rotliegend- Sedimente. Strukturell setzt sich das Saar-Nahe-Becken nach Nordosten im Untergrund des Mainzer Beckens und des nördlichen Oberrheingrabens unter tertiärer und quartärer Bedeckung bis an den durch eine Verwerfung markierten Westrand des Sprendlinger Horstes fort. Gleiches gilt auch für die Beckengeometrie. Die wenigen Aufschlüsse und Bohrungen, die Rotliegend erreicht oder durchteuft haben, zeigen Abfolgen, die mit den im Saar-Nahe-Becken aufgeschlossenen vergleichbar sind. Eine eigenständige Stratigraphie erübrigt sich daher.

Abstract

In the late phase of the Variscan orogenic evolution crustal extension caused formation of numerous intermontane basins starting in Namurian time, locally already in Viséen time. The localization of the basins frequently made use of older tectonic features. During this late Variscan crustal extension the Saar-Nahe Basin also formed. During its long activity that ended in Lower Permian time the basin got filled only by terrestrial sediments, volcanic rocks and tephra deposits fed from vents inside the basin, and some fed from external sources. Originally the basin had a fill approximately 10,000 m thick. However, synsedimentary migration of the depocentre and pre-Triassic erosion resulted in a presently preserved thickness of the fill of only c. 6,500 m. The lithostratigraphic sequence of the largely Lower Permian Rotliegend Group of the Saar-Nahe Basin is divided into two subgroups. The Glan Subgroup starts with the Remigiusberg Formation and ends with the Thallichtenberg Formation; the Nahe Subgroup starts with the Donnersberg Formation and ends with the Standenbühl Formation. – The Remigiusberg Formation is characterized by dominantly red deposits of a braided river system within which there are interbedded thin grey lake beds. The marker horizons do not occur regularly, but they keep to specific lithostratigraphic levels. The most relevant levels are, from base to top, the coarse-sandy and pebble-bearing channel fill-deposits of the Jungenwald, Dirmingen, and Remigiusberg conglomeratic marker levels, and the predominantly calcareous shallow lake deposits of the Gimsbach, Pittelsgraben, Theisbergstegen, Friedelhausen und Mahrbach Beds. Two ash tuff layers are restricted to the southwestern marginal area of the basin. – The Altenglan Formation is predominantly grey in colour and characterized by an interstratification of silts and fine sands deposited by a braided river system and dark grey pelitic-calcareous sediments deposited in large, but shallow lakes. The most important are the Kochenrain, Hauptkalk, Reckweilerhof, Ottweiler, and Hirschfeld Limestone Beds. – The Wahnwegen Formation consists of red coarse-grained, fluvial deposits which can be separated easily from the neighbouring formations. Up to four conglomeratic horizons can be distinguished that are separated bymiddle- and fine-grained deposits. Locally, there are interbedded thin limestone beds, coal seams and – in the region of St. Wendel/Lebach – there exists an ash tuff fed from a source outside of the Saar-Nahe Basin. – The Quirnbach Formation is divided into the two informal lithostratigraphic units Q1 and Q2. The unit Q1 is dominated by an alternating grey and red, silty to fine-sandy fluvial floodplain facies. Into these deposits there are interbedded thin, pelitic-calcareous deposits of small shallow lakes. The Concordia Lake, however, was rather deep but restricted in size. The informal unit Q2 lacks distinct red beds while lake beds are widespread. In particular, there occur four pelitic-calcareous beds as well as black pelitic deposits of two deep lakes. In a restricted area in the northeastern basin area there occurs the Breitwiesen Ash Tuff. – In the following Lauterecken Formation the fluvial-lacustrine facies of the upper Quirnbach Formation continues. The Lauterecken Formation is predominantly grey in colour and is divided into the two informal lithostratigraphic units L1 and L2. The unit L1 starts with a new advancing braided river system that is characterized by the red Feist Conglomerate Bed. The sequence on top of the Feist conglomerate contains areally restricted lake beds. L1 ends with the Odenbach Limestone-Coal Bed that is quite widespread in the Saar-Nahe Basin and represents a shallow, filling-up lake. The informal unit L2 begins with the locally restricted Offenbach Sandstone Bed. In addition, it contains several widespread pelitic-calcareous shallow lake deposits named as Wiesweiler, Kipp, Medard, and Rötherhof Bed. Locally restricted is the black pelitic facies of the deep Weißelstein Lake. – The Meisenheim Formation is by far the thickest formation of the Glan Subgroup. This formation is mostly grey in colour and has been subdivided into ten informal lithostratigraphic units, i.e. M1 to M10. The units M1 to M7 are classified as Jeckenbach Subformation whereas the units M8 to M10 are forming the Odernheim Subformation. In the informal units M1 to M4 the base in each case is formed by delta-front sandstones which are red in colour only in the southwestern marginal facies. Between these sandstone beds there occur black-shale lake beds which formed in shallow lakes (M1, M2, M3) as well as in deep lakes (Meisenheim Lake in M2, Breitenheim Lake in M4). Additionally, in the southwestern marginal facies of M2 there occur the Hoof Coal Seams and in M3 the Leitersweiler Ash Tuff. – In the informal units M5 to M10 the base of each unit is developed as mostly reddish, coarse-grained channel deposits of a braided river system. These conglomeratic sandstone deposits form the R1, R3, R4, R5, R6, and R7 Beds. Interbedded between them are numerous black shales from partly shallow, partly deep lakes of mostly limited size. Wide-spread lakes, however, are the Raumbach Lake in M5 and the deep Humberg Lake at the top of the Meisenheim Formation. Furthermore, in the M5 unit there occur four ash tuff beds and two tuff beds in each of the younger units. – The Disibodenberg Formation is grey in colour and of distinctly deltaic origin. It consists of silty to fine-sandy deposits that show lots of sole marks as well as ironhydroxide concretions. These deposits form the facies association from the delta foot up to interdistributary bays as well as laterally restricted delta-front sandstones. Black pelitic shallow lacustrine facies is developed only near the base of the formation and represents the Körborn Bed. – With the Oberkirchen Formation a change in the depositional conditions starts in the Saar-Nahe Basin. The previous widespread lakes dissappear and only a few local lakes formed intermittently. Sedimentation is dominated by fluvial conditions resulting in dominantly red, coarse-sandy to pebbly deposits that are rarely interrupted by thin fine-grained sediments. – The Thallichtenberg-Formation is mostly grey in colour and the facies characteristics correspond with the delta platform facies of the Disibodenberg Formation. In some areas there occur black pelitic shallow lake deposits (Grundbach Lake and Gehrweiler Lake). In addition, two thin ash tuff layers are known. In the northeastern area of the basin a regional depocentre developed near the top of the Thallichtenberg Formation within which the shallow Boos Lake formed. The depocentre persisted into the following lower Donnersberg Formation and then, it developed into the grey fluviatile-deltaic facies of the Hockersberg Subformation that contains the Brühlgraben coal seam. The Nahe Subgroup comprises the upper part of the Rotliegend Group of the Saar-Nahe Basin. It starts with the Donnersberg-Formation within which the period of intrabasinal bimodal magmatism is incorporated. The time of dominant and widely extending lakes in the Saar-Nahe Basin was ultimately replaced by a fluviatile environment. Soon after the beginning of the Donnersberg Formation ash tuff layers indicate the start of the intra-basin-fed magmatism; syntectonic activities allow recognition of the start of subvolcanic activities even earlier, i.e. during deposition of the Oberkirchen Formation and the Thallichtenberg Formation. – The intrusive rocks of the Donnersberg Formation consist of predominantly basaltic andesitic sills, rarely dykes, and intrusive/extrusive rhyoliticdacitic and alkalifelspar-trachytic domes. The volcanism was characterized by rhyolitic tuffs and basaltic andesitic as well as a few rhyolitic lava flows. The volcanic and pyroclastic rocks are interbedded with fluviatile siliciclastic deposits that in some areas contain a high proportion of pyroclastic material. The Donnersberg Formation is subdivided into five subformations making use of very widespread tuff horizons (Tuff-1 and Tuff-3, Tuff-4 and Tuff-5). – When the volcanic activity in the Saar-Nahe Basin died out the coarse conglomerates of the Wadern Formation reached their widest distribution in the basin. In the central to northeastern part of the basin the fluviatile Quartzite Conglomerate of the Wadern Formation covered in post-volcanic time most of the basin and thus represents not only the last coarse-grained deposit in the Saar-Nahe Basin but also marks the end of its phase of active subsidence. The coarse sediments of the Quartzite Conglomerate indicate a braided river system draining towards the northwest and southwest. At the tectonically inactive southeastern margin of the basin, these conglomerates are only known from the beginning of the Nahe Subgroup upwards. In contrast, at the northwestern tectonically active margin of the basin, Wadern Formation breccias interfinger already with volcanics and sediments of the Donnersberg Formation, and they interfinger with even earlier sediments, but in respect to those interfingering breccias they mostly reached only a few km into the basin. – The Standenbühl Formation is much thicker than all the other individual formations, despite the fact that it is unconformably overlain by the younger deposits reaching from the terrestrial Zechstein to the Tertiary. Along the Hunsrück, i.e. along the northwestern margin of the basin, the Standenbühl Formation with its local Sponheim Subformation interfingers with the Wadern Formation and in some areas close to the northwestern boundary fault also with the Kreuznach Formation. The sheet flood deposits of the Sponheim Subformation alternate with a braided river system that drained towards the southwest. Interbedded with these sediments are more or less calcareous deposits of rather small lakes: the Bockenau Limestone Bed within the lower half of the Sponheim Subformation and the Sobernheim Bed and Dornbach Limestone Bed within the upper half of the subformation. The sediments of the Standenbühl Formation in general are dominantly red in colour. The facies occuring in the central part of the basin is rather monotonous and consists of predominantly pelitic deposits of a playa-mudflat plain. Within the plain there exist narrow shallow channels that are mostly filled with fine-grained sandstones. At the beginning of the Standenbühl Formation there also formed short-lived saline lakes in the southwestern part of the basin. – In the northeastern part of the basin the marginal Nierstein facies with its Schwabsburg, Rehbach and Nackenheim Subformations developed, within which coarse sandstones and conglomerates point to an origin as sheet floods. In the central area of the basin the Standenbühl Formation is underlain by the Quartzite Conglomerate of the Wadern Formation. – The Kreuznach Formation occurs only in two seperate and areally restricted areas: in the area of Bad Kreuznach and its northeastern and western vicinity and also in the Saarland in the area of Losheim-Wadern and in the Lebach and the St. Wendel Graben. In the Bad Kreuznach area the Kreuznach Formation is characterized by intensively reddish sandstones that display large-scale cross-bedding. There exists a lateral interbedding with sediments of the Wadern and the Standenbühl Formation. Today, the sandstones are largely considered to have been deposited in a fluvial system. In the Saarland area, in contrast, the sands and sandstones of the Kreuznach Formation with their large-scale cross-bedding are considered to have been largely aeolian in origin. In both areas there exist no younger Rotliegend sediments on top of the Kreuznach Formation. The structure and geometry of the Saar-Nahe Basin continue farther to the east in the Mainz Basin and the Upper Rhine Rift Valley covered by thick Tertiary and Quarternary successions. It terminates at a fault always existing in Permian times at the western margin of the Sprendlingen Horst. Few outcrops and wells, which reached or penetrated the Rotliegend beds show successions comparable with those in the exposed Saar-Nahe Basin. Therefore, it is not necessary to establish a special stratigraphy of the Rotliegend in this subcrop region.

Keywords

RotliegendSaar-Nahe BasinGermanysouthern Taunus marginUpper Rhine Grabenlithostratigraphyvolcanostratigraphybasin developmentRotliegendSaar-Nahe-BeckenDeutschlandTaunus-SüdrandOberrheingrabenLithostratigraphieVulkanostratigraphieTektonostratigraphieBeckenentwicklung