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Der Buntsandstein in Nordost-Frankreich

[The Buntsandstein of North-Eastern France]

Durand, Marc

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 69 (2014), p. 635 - 646

63 references

published: Aug 31, 2014

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Kurzfassung

Der Buntsandstein französischer Abgrenzung zwischen Pfälzer Diskordanz und den vollmarinen Muschelkalk- Ablagerungen wird in Nordost-Frankreich in drei Untereinheiten untergliedert: Der „Buntsandstein inférieur“ umfasst im Grenzgebiet zur Pfalz den Annweiler Sandstein, der in Deutschland (inzwischen) dem Zechstein zugerechnet wird, und die „Formation de Senones“ als dessen proximales Äquivalent im Süden. Der Untere Buntsandstein deutscher Einstufung fehlt in Frankreich. Der „Buntsandstein moyen“ setzt mit dem diskordant nach Süden übergreifenden „Conglomérat inférieur“ ein, das zum Hangenden ohne scharfe Grenze in den „Grès vosgien“ übergeht. Dieser wird durch zwei Hauptfaziestypen gekennzeichnet, dickbankige Rinnensandsteine und horizontalgeschichtete sandige Überflutungssedimente. Der Übergang in das nach Süden wiederum weiter übergreifenden „Conglomérat principal“ erfolgt in Nordost-Frankreich konform und ohne ausgeprägten Hiatus oder Bodenbildung. Zur Unterscheidung von dem jüngeren deutschen Hauptkonglomerat wird für Frankreich der Name „Poudingue de Ste. Odile“ vorgeschlagen, der den französischen Begriff „Conglomérat principal“ ersetzen sollte. Erst darüber folgt in Nordost-Frankreich der Paläoboden der „Zone-limite violette“, der hier den Abschluß des „Buntsandstein moyen“ bildet. Mit prominenter Diskordanz setzt darüber an der Basis des „Buntsandstein supérieur“ der fining-upward- Zyklus der „Couches intermédiaires“ ein. Diese örtlich konglomeratisch entwickelte Schichtfolge kann erosive Aufarbeitungsprodukte des unterlagernden Paläobodens enthalten und greift im Grenzgebiet zur Pfalz erosiv sogar bis auf den „Grès vosgien“ hinunter. Um im französisch-deutschen Grenzgebiet nomenklatorische Verwechslungen mit dem pfälzer Hauptkonglomerat zu vermeiden, wird empfohlen für diese konglomeratischen Basisschichten hier den Lokalnamen „Conglomérat de Grosbliederstroff“ einzuführen. Der darüber folgende, fossilreiche „Grès à Voltzia“ wird in zwei Untereinheiten gegliedert, die Rinnensandsteine des „Grès à meules“ im Liegenden und die Überflutungsablagerungen des „Grès argileux“ im Hangenden, dessen heterochrone Obergrenze schließlich den Abschluß des regressiven „Grès à Voltzia“ gegen den marinen Muschelkalk bildet.

Abstract

The French Buntsandstein between the Pfälzer unconformity and the completely marine Muschelkalk deposits in Northeastern France is differentiated in three subunits: The „Buntsandstein inférieur“, in the border area around Pfalz includes the Annweiler Sandstone, which is incorporated with the Zechstein in Germany, and, further to the south, the „Formation de Senones“ as its proximal equivalent. The lower Buntsandstein, according to German stratigraphy, is missing in France. The „Buntsandstein moyen“ begins with the southwards- transgressing „Conglomérat inférieur“ and passes upwards, without sharp contacts into the „Grès vosgien“. This unit has two major facies; thickly-bedded channel sandstones and horizontally-bedded sandy overbank sediments. The transition to the widely-distributed „Conglomérat principal“ is, in northeastern France, conformable, without distinctive hiatus or soil development. To be discernible from the younger German “Hauptkonglomerat”, the name „Poudingue de Ste. Odile“ is suggested for use in France, which should supersede the French definition „Conglomérat principal“. After this unit there follow the paleosols of the „Zone-limite violette“, which conclude the „Buntsandstein moyen“. The base of the „Buntsandstein supérieur“, a finingupward cycle comprising the „Couches intermédiaires“ and the „Grès à Voltzia“, is strongly discordant. This, locally-conglomeratic strata can contain reworked deposits of the lower paleosols, and in the border area around Pfalz, can be erosive enough to expose the upper „Grès vosgien“. To avoid confusion with the “Pfälzer Hauptconglomerat” in the French/German border zone, the local name of „Conglomérat de Grosbliederstroff“ is proposed for the conglome-ratic basal layers.

Keywords

Nordost-FrankreichTriasBuntsandsteinBuntsandstein inférieurBuntsandstein moyenBuntsandstein supérieurLithostratigraphieFazies