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Bodendenkmalpflege im Raum Xanten – Auf den Spuren holozäner Flussbetten, römischer Legionslager und mittelalterlicher Dörfer

Obladen-Kauder, Julia

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 73 (2011), p. 103 - 113

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published: Feb 17, 2011

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Kurzfassung

Im Jahre 16 v. Chr. wurden erste römische Truppen im Rahmen der Germanienoffensive des Augustus an den Niederrhein verlegt. Rund vier Jahre später erfolgte unter dem militärischen Oberkommando des Drusus – Stiefsohn des Kaisers – der Bau des Legionslagers Vetera I auf dem Fürstenberg südlich von Xanten, einer über 200000 Jahre alten Endmoräne der vorletzten Kaltzeit. Sie war entstanden, als durch die vorrückenden Eismassen große Mengen an Kies und Geröll aufgetürmt wurden, die nach dem Rückzug bzw. Abschmelzen des Eises vor Ort liegen blieben. Die Endmoränen, die sich linksrheinisch als lang gestreckter Höhenzug bis nach Nijmegen ziehen, bilden eine natürliche Abgrenzung zur Rheinaue hin. Die Rheinaue selbst ist geprägt durch die ständigen Verlagerungen des Stroms nach der letzten Eiszeit, der mal mäandrierend, mal als weit verzweigtes, flaches, mit zahlreichen Inseln versehenes Fluss-System auftrat. Er hat bis in die Neuzeit hinein wechselweise anstehende Böden abgeschwemmt und weite Gebiete mit Sedimenten bzw. Auelehm zugedeckt.