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Georisiken im Rheinland – Fallbeispiele aus der Tätigkeit des Geologischen Dienstes NRW

Strauss, Roland

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 73 (2011), p. 155 - 162

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published: Feb 17, 2011

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Kurzfassung

Geogene Gegebenheiten oder anthropogene Veränderungen des Untergrundes können die Geländeoberfläche und die Oberflächennutzung gefährden. Daher ist es wichtig, Kenntnisse über diese Gegebenheiten allen Entscheidungsträgern zugänglich zu machen, die die Untergrundverhältnisse berücksichtigen müssen. Dies betrifft nahezu alle die Oberflächennutzung betreffenden Planungen oder Eingriffe in den Untergrund. Die Kenntnis von geogen bedingten Risiken stellt einenBasisbaustein eines umfassenden Risikomanagements dar. Sehr weit reichende, flächendeckende Kenntnisse über den Untergrund und die eventuell aus den Gegebenheiten resultierenden Gefährdungspotenziale für die Standsicherheit der Tagesoberfläche liegen für das Gebiet Nordrhein-Westfalens dem Geologischen Dienst und der Bergverwaltung in vor. So verfügt der Geologische Dienst beispielsweise über detaillierte Informationen zu erdbebengefährdeten Gebieten, zu aktiven Störungszonen, zu auslaugungs- oder verkarstungsgefährdeten Gebieten, in denen es zu Einbrüchen der Tagesoberfläche kommen kann, zu rutschungsgefährdeten Hängen und Böschungen sowie über Bereiche zu erwartender Methanausgasungen, die unter bestimmten Voraussetzungen zur Ansammlung explosibler Gasgemische in baulichen Anlagen führen können. Die Bergverwaltung verfügt über sehr umfangreiche Informationen zu dem in Nordrhein-Westfalen über mehrere Jahrhunderte umgegangenen Bergbau. Als besonders gefahrenträchtig haben sich in diesen Bereichen der oberflächennahe Bergbau sowie unzureichend gesicherte Tagesöffnungen des Bergbaus (Schächte, Stollen etc. ) erwiesen.