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Bedeutung des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen für Rohstoff gewinnung und Energiewirtschaft

Kulik, Lars; Eyll-Vetter, Michael

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 73 (2011), p. 73 - 81

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published: Feb 17, 2011

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Kurzfassung

Seit mehr als 100 Jahren wird im Rheinischen Revier zwischendenStädten Köln, Aachen und Mönchengladbach Braunkohle gewonnen, veredelt und verstromt. Auch RWE Power und ihre Vorgängergesellschaften, insbesondere die Rheinische Aktiengesellschaft für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation (kurzRAG), sind seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert im Braunkohlenbergbau aktiv. In einer ähnlich langen Tradition steht auch die Zusammenarbeit zwischen RWE Power und dem Geologischen Dienst in Nordrhein-Westfalen und dessen behördlichen Vorläuferorganisationen. Etwa im Jahr 1890 setzte in der noch jungen, aber nach Erfolg strebenden Braunkohlenbranche eine systematische Bohrtätigkeit zur Erkundung der Braunkohlenlagerstätte ein. Aus den Ergebnissen ergaben sich dabei vielfältige Fragestellungen zu Schichtenaufbau, Tektonik und Braunkohlequalität sowie hierauf aufbauend zur Wasserwirtschaft und zur Geomechanik, die mit bergbaulichem Sachverstand alleine nicht zu beantworten waren. Im gleichen Zeitraum erhielt die Preußische Geologische Landesanstalt, deren originäre Zuständigkeit die geologische Landesaufnahme sowie die Lagerstättenerkundung war, die Aufgabe, die Sicherung der Versorgung mit Energierohstoffen für eine wachsende Bevölkerung in den Blick zu nehmen. Damit traf das gestiegene, dringende Bedürfnis nach geologischer Expertise im rheinischen Braunkohlenbergbau auf die gleichgelagerten Interessen der staatlichen Fachbehörde und begründete so eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit, deren erste Früchte nicht lange auf sich warten ließen.