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Die Stahlquelle und andere Quellen in Kleve

Kronsbein, Stefan

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 73 (2011), p. 61 - 71

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published: Feb 17, 2011

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Kurzfassung

Nordwestlich der Stadt Kleve entsprang auf dem Springenberg die Rodebeke oder Rote Beeke. Die Quellen dieses Gewässers sind bei der landschaftsgestalterischen Anlage der Gartenanlagen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts einbezogen worden (Abb. 1). Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert wurde eine dort entspringende, eisenhaltige Quelle zu Kur- und Heilzwecken benutzt, nachdem der Klever Arzt Dr. Johan Schütte ihre Heilbedeutung erkannte. Spätestens seit 1742 ist eine Fassung der Quelle bezeugt; in diesem Jahr beginnt ein organisierter Badebetrieb. Die Quelle ist als Eisenquelle anzusprechen, worauf auch schon der Name Rodebeke bzw. Rote Beeke hinweisen kann. Ob der Gewässername Rodebeke auf das am Springenberg austretende eisenhaltige Wasser, das schon vor seiner Fassung bekannt war, oder auf eisenhaltiges Wasser im weiteren Gewässerlauf hindeutet, war nicht zu ermitteln; Gorissen (1974: 170) spricht lediglich von einem durch die Eisenablagerungen rot gefärbten Bach.