Original paper

Plaggenesche am Südrand der Kempener Platte (Willich)

Auler, Jost; Roth Reinhold,

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 73 (2011), p. 115 - 120

8 references

published: Feb 17, 2011

BibTeX file

ArtNo. ESP171907300011, Price: 8.00 €

Download preview PDF Buy as PDF

Kurzfassung

Plaggenesche sind als anthropogene Auftragsböden in den Sandgebieten von Flandern bis Nordwestdeutschland weit verbreitet. Am Niederrhein wurden sie erstmalig von Steeger (1939) bei Krefeld beschrieben. Weitere Beobachtungen machten hier Mertens (1961), Paas & Schalich (2005) sowie Gerlach & Kopecky (1998). Im Zuge jüngerer Bodenkartierungen des Geologischen Dienstes NRW konnten darüber hinaus weitere Vorkommen entlang der südlichen Verbreitungsgrenze dieser Böden nachgewiesen werden. Damit ist eine wichtige Kenntnislücke nun geschlossen. Da Verbreitung und Entstehung der Plaggenesche eng mit dem natur- und kulturgeschichtlichem Rahmen verknüpft sind, sollen diese einleitend kurz beschrieben werden. 2. Die Plaggenesche im Naturraum Die untersuchten Plaggenesche konzentrieren sich auf einen lang gestreckten, nur wenige hundert Meter breiten Flugsandgürtel am Südrand der Kempener Lehmplatte (Abbildung 1). Diese besteht im tieferen Untergrund aus kiesigem Mittelterrassensand des Abb. 1: Bodenkundliche Übersicht (Auszug aus dem Informationssystem Bodenkarte von Nordrhein-Westfalen 1: 50000; Geologischer Dienst NRW).