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Oberrheingraben (Tertiär des Oberrheingrabens)

Grimm, Matthias C.; Wielandt-Schuster, Ulrike; Hottenrott, Martin; Radtke, Gudrun; Berger, Jean-Pierre; Ellwanger, Dietrich; Harms, Franz-Jürgen; Hoselmann, Christian Picot; Weidenfeller, Michael

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 75 (2011), p. 57 - 132

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published: Oct 30, 2011

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Kurzfassung

Bereits den Geologen des 18. und 19. Jahrhunderts fiel die auffällige morphologische Ausprägung der Oberrheinebene auf. Die tektonische Grabenbildung wurde jedoch erst von de Beaumont (1841), Suess (1883), van Werveke (1895) u. a. erkannt. Ende des 19. Jahrhunderts, bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts tauchen die Begriffe Oberrheingraben, Rheingraben oder Rheintalgraben in der geologischen Literatur weit verbreitet auf, wobei sie zunächst synonym benutzt wurden. Die überregionalen tektonischen Zusammenhänge beleuchtete erstmals Stille (1925). Infolge der verstärkten Bohrtätigkeiten bei der Suche nach Erdöl im zentralen Oberrheingraben wuchsen ab Mitte des 20. Jahrhunderts die Erkenntnisse über die tektonische Struktur des Grabens, die Verbreitung, Zusammensetzung und Mächtigkeit seiner Sedimentfüllung sowie die überregionalen geodynamischen Zusammenhänge. Sie wurden hauptsächlich durch die Arbeiten des „International Upper Mantle Project“ bekannt (vgl. hierzu z. B. Rothe & Sauer 1967 und Illies & Mueller 1970) und werden im Rahmen des EUCOR-URGENT-Projektes immer noch untersucht (vgl. z. B. Behrmann et al. 2005). Durch diese Untersuchungen wurde deutlich, dass das hier als Oberrheingraben bezeichnete Gebiet Teil einer überregionalen Struktur ist, die Stille (1925) Mittelmeer-Mjösen-Zone nannte und die heute als European Cenozoic rift system bzw. ECRIS bezeichnet wird (Ziegler 1992).

Keywords

oberrheinebenestratigraphytertiarygermany