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Westerwald

Schäfer, Peter; Schindler, Thomas; Hottenrott, Martin; Wuttke, Michael

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 75 (2011), p. 355 - 375

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published: Oct 30, 2011

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ArtNo. ESP171907500009, Price: 8.00 €

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Kurzfassung

Als naturräumliche Einheit grenzt der Westerwald im Norden an das Siegerland, im Westen an das Neuwieder Becken, im Süden an den Taunus und im Osten an die Hessische Senke. Während des Alttertiärs war das Gebiet des heutigen Westerwaldes, ebenso wie das Neuwieder Becken (siehe Kap. 5. 3), Teil der von Pflug (1959) als Bitburg – Kasseler Senkungsfeld bezeichneten Subsidenzzone, die sich vom Pariser Becken in variszischem Streichen bis an den Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges erstreckte. Innerhalb dieser, den alt angelegten variszischen Strukturen folgenden Zone, kam es verbreitet zur Ablagerung von kontinentalen mitteleozänen bis oberoligozänen Sedimenten. So schließen die tertiären Ablagerungen des Niederwesterwaldes heute in etwas höherer morphologischer Position unmittelbar an die tektonisch abgesunkenen Sedimente des Neuwieder Beckens an. Die geologische Erforschung der tertiären Gesteine des Westerwaldes war ursprünglich eng an die Exploration von Lagerstätten nutzbarer Steine und Erden wie Ton, Kies/Sand, Braunkohle und Basalt gebunden. Bereits im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden aber auch von verschiedenen Bearbeitern der Preußischen Geologischen Landesanstalt großräumige geologische Kartierungen im gesamten Westerwald durchgeführt, die anschließend als Geologische Karten im Maßstab 1: 25000 (u. a. Angelbis & Schneider 1891, Kayser 1892, Quiring 1931, Schmierer & Quiring 1933) oder 1: 50000 (Karte des Westerwälder Tertiärs von W. Ahrens mit Beiträgen von Michels 1942) publiziert wurden. Neuere Erkundungen fanden in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts vor allem im Gebiet des Niederwesterwaldes statt, wo durch das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz im Rahmen der geologischen Landesaufnahme eine ganze Reihe von Forschungsbohrungen abgeteuft wurde. Besonders gut untersucht worden ist im ausgehenden 20. Jahrhundert auch die Fossillagerstätte Enspel (TK 5313 Bad Marienberg).

Keywords

Westerwaldtertiarystratigraphygermany