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Eifel – Mosel – Hunsrück

Löhnertz, Werner; Lutz, Herbert; Kaulfuß, Uwe

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 75 (2011), p. 376 - 415

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published: Oct 30, 2011

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Kurzfassung

Unter Eifel – Mosel – Hunsrück wird hier im geographischen Sinne jener Teil des linksrheinischen Schiefergebirges verstanden, der zugleich Zuflussgebiet der Mosel ist. Umfasst wird damit der Raum zwischen dem Eintritt von Saar und Mosel ins Rheinische Schiefergebirge bis zur Mündung der Mosel in den Rhein bei Koblenz einerseits und bis zu den Wasserscheiden in Hunsrück und Eifel andererseits. Während rechts der Mosel die im frühen Tertiär längst herauspräparierten Quarzit-Härtlinge von Idarwald und Soonwald den Zuflüssen zur Mosel nur einen sehr schmalen Raum lassen, reichen links der Mosel die Nebenflüsse, vor allem die Kyll, bis an die Hauptwasserscheide zwischen Mosel und Maas bzw. Rhein, weshalb das ältere, vorwiegend aus der Eifel gelieferte Tertiär der Antweiler Senke in das Untersuchungsgebiet mit eingeschlossen wird, während das jüngere Tertiär, z. B. die Kölner Schichten, zum Niederrheinischen Senkungsfeld gerechnet wird. Nach Norden und Nordosten bildet das tertiäre Vulkangebiet der Hohen Eifel bzw. das „Kelberger Hoch“ Wasserscheide und damit Grenze. Im Unterlauf der Mosel fällt links der Mosel das Senkungsfeld des Neuwieder Beckens ebenso als eigener Raum heraus, wie das nördlich des Neuwieder Beckens direkt zum Rhein entwässernde Gebiet der Nordosteifel. Dieser linksrheinische Teil des Rheinischen Schildes galt in der geologisch-morphologischen Forschung lange als das klassische Beispiel für ein känozoisches Hebungsgebiet, dessen Formenschatz mit den zugehörigen, nur relikthaft erhaltenen und nicht datierbaren Sedimenten in konsequenter Umkehr der Verhältnisse in den Senkungsräumen angeordnet und zu datieren sei (zuletzt Quitzow 1969). Louis (1953) gebührt das Verdienst, auf Grund rein morphologischer Untersuchungen weite Teile des linksrheinischen Schiefergebirges als tertiären Ablagerungsraum erfasst zu haben.

Keywords

eifelmoselhunsrücktertiarystratigraphygermany