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„Pongau - Erz der Alpen“ - Der erste Geopark im Salzburger Land entsteht!

Ibetsberger, Horst; Pichler, Herwig; Häupl, Markus

Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften Heft 76 (2011), p. 18 - 19

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published: May 26, 2011

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ArtNo. ESP171907600018, Price: 8.00 €

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Kurzfassung

Der Pongau war ab der Bronzezeit (2000-1300 v. Chr.) ein gesamteuropäisches Zentrum des Kupferbergbaus. Am Mitterberg oberhalb von Mühlbach (Nordrevier) existierte bereits vor ca. 4. 000 Jahren ein blühendes Montanzentrum. Das gewonnene Kupfer wurde für die Herstellung von Bronze – welche für die gleichnamige Epoche namensgebend ist – benötigt. Im Gebiet von Bischofshofen und St. Johann (Südrevier) wurde der Arthurstollen, bereits vor ca. 3. 700 Jahren, durch die Muskelkraft der Bergleute bis in eine Tiefe von 180 m unter Tag vorgetrieben. Neben den größeren Bergbauen existierte noch eine Vielzahl von kleineren, wie die Kupferzeche Larzenbach bei Hüttau oder am Mitterrainberg bei St. Veit sowie die Schurfbaue bei Goldegg. Die „Herren von Goldekke“ mit ihrer Stammburg in Goldegg waren zudem eng mit dem mittelalterlichen Gasteiner Goldbergbau verbunden. Neben dem Kupferbergbau wurde im Pongau auch Eisen und Gold abgebaut. Die annähernd 1000 Jahre lange Sebstständigkeit des Landes Salzburg als eigenständiges Fürsterzbistum sicherte neben der Gewinnung von Salz am Dürnberg bei Hallein und dem Abbau von Marmor am Untersberg und in Adnet, nahe der Stadt Salzburg, vor allem auch der diversifizierte Bergbau im „Salzburger Innergebirg“. Nachdem der aktive Bergbau im Pongau in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sein Ende fand - der Erzabbau konnte nicht mehr rentabel geführt werden - waren es Vereine, die aus der Knappenschaft heraus gegründet und z. T. von den Gemeinden unterstützt, die aktuelle montanhistorische Museumslandschaft schufen.

Keywords

geotourismpongauaustriahistorical mining